Markus’ Messaging Blog

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Archiv für die Kategorie ‘Exchange’

Update Rollup 6 für Exchange 2007 SP1

Verfasst von Markus Mohmeyer am [11/02/2009]

Am 10. Februar 2009 bringt  Microsoft für Exchange 2007 SP1 das Update Rollup 6 heraus. Dieses Mal fällt die Liste der beinhaltenden Fixe etwas kleiner aus. Gerade mal 5 Probleme werden behoben und sogar ein Security Update ist mit an Board, was eher ungewöhnlich ist für ein Exchange Update Rollup.

 
Was ist ein "Update Rollup"?

Ein "Update Rollup" Paket ist ein Software-Paket, in dem sich eine Sammlung von wichtigen Softwareaktualisierungen (Hotfixes) befindet, welche die Funktion und/oder die Stabilität einer Software verbessert.
Für Exchange gibt es seit der Version 5.5 in regelmäßigen Abständen Update Rollups. Ein Update Rollup Paket mit einer höheren Versionsnummer beinhaltet alle Hotfixe der Vorgängerversion. Um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich Funktion und Stabilität zu sein, muss also immer die letzte Version des ServicePacks und die letzte Version des Update Rollups installiert werden. Ältere Rollup Pakete müssen nicht deinstalliert werden
ABER: Wenn zwischenzeitlich ein spezieller Hotfix für Exchange 2007 (ein sogenanntes Interims Update) instelliert wurde, dann muss das vor der Installation des Updates Rollup deinstalliert werden.
Ein "Update Rollup" beinhaltet in der Regel keine "Security Hotfixe", was beim jetzigen Rollup 6 die Ausnahme von der Regel ist. Diese müssen separat über Microsoft-/Windows Update installiert werden!

 
Faustregeln zur Implementierung

Gerade in kritischen Umgebungen, wo Hochverfügbarkeit eine Rolle spielt, ist es genau wie bei der Implementierung von ServicePacks immer ratsam eine Weile Zeit ins Land gehen zu lassen, bis man das Paket installiert. Grund dafür ist, dass sich Fehler in das "Update Rollup" eingeschlichen haben könnten, die erst nach Veröffentlichung bekannt werden.

  • Installation in einer nicht produktiven Testumgebung
  • Durchführung aktiver Tests (Standardfunktionen, Outlook-basierende Applikationen)
  • 2 bis 4 Wochen auf eventuelle Microsoft Meldungen hinsichtlich Problemen warten und Newsgroups lesen
  • Installation in Produktion und dokumentieren des genauen Vorgehens (vor Beginn Datensicherung!)

 
Probleme die das Update Rollup 6 für SP1 behebt

950675 Downloaded .xls file attachments are empty when you open the files by using Outlook Web Access on Exchange Server 2007 Service Pack 1

955443 Some free/busy messages are not replicated from Exchange 2007 to Exchange 2003 servers after some mailboxes are migrated from Exchange Server 2003 to Exchange Server 2007

956536 The Microsoft Exchange File Distribution service uses lots of memory and processor time when Exchange Server 2007 processes many OABs

956624 The Microsoft Exchange Transport service crashes continuously after you enable journal rule or deploy an antivirus application on an Exchange Server 2007 server

957748 The custom message class of contact object is overwritten by the normal IPM.Contact class when an Exchange 2007 server replicates the contact object to any other public store

959239 MS09-003: Vulnerabilities in Microsoft Exchange could allow remote code execution

 
Link zum Download

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=93cb3f66-ae72-4356-bdbf-35029cff6df1&displaylang=en

 
Weitere Informationen zum Update Rollup 6 bei Microsoft

http://support.microsoft.com/?kbid=959241

 
Installation des Update Rollup 2

! Hinweis !

Wenn eine Exchange Cluster Installation vorliegt, dann muss vor der Installation folgendes sichergestellt werden:

  • das Setup sollte zuerst auf dem passiven Knoten (Node B) durchgeführt werden
  • auf dem aktiven Knoten müssen alle Exchange Cluster Ressourcen beendet werden und der Cluster Service muss angehalten und möglichst auf Startart "deaktiviert" gestellt werden
  • nach erfolgreicher Installation muss der Cluster Service wieder reaktiviert werden
  • die Installation auf dem aktiven Konoten kann nach einem Schwenk der Ressourcen erfolgen
  • auch hier sollte der Cluster Service während der Installation gestoppt und deaktiviert werden

Gerade und besonders wenn Exchange Im Cluster betrieben wird, sollte vorab die Installation des Update Rollups in einer Testumgebung durchgeführt werden!

Ein Neustart des Exchange Servers wird nach der Installation des Update Rollups nicht immer gefordert. Ich empfehle diesen aber trotzdem.

 
Links zum Thema
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Keywords: Exchange 2007 Update Rollup 5 Servicepack Hotfix KB959241

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Update Rollup 5 für Exchange 2007 SP1

Verfasst von Markus Mohmeyer am [22/11/2008]

Am 20. November 2008 bringt  Microsoft für Exchange 2007 SP1 das Update Rollup 5 heraus. Dieses Mal ist die Liste der beinhaltenden Fixe wirklich knackig. Stolze 46 Probleme werden behoben.

 
Was ist ein "Update Rollup"?

Ein "Update Rollup" Paket ist ein Software-Paket, in dem sich eine Sammlung von wichtigen Softwareaktualisierungen (Hotfixes) befindet, welche die Funktion und/oder die Stabilität einer Software verbessert.
Für Exchange gibt es seit der Version 5.5 in regelmäßigen Abständen Update Rollups. Ein Update Rollup Paket mit einer höheren Versionsnummer beinhaltet alle Hotfixe der Vorgängerversion. Um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich Funktion und Stabilität zu sein, muss also immer die letzte Version des ServicePacks und die letzte Version des Update Rollups installiert werden. Ältere Rollup Pakete müssen nicht deinstalliert werden
ABER: Wenn zwischenzeitlich ein spezieller Hotfix für Exchange 2007 (ein sogenanntes Interims Update) instelliert wurde, dann muss das vor der Installation des Updates Rollup deinstalliert werden.
 
Ein "Update Rollup" beinhaltet in der Regel keine "Security Hotfixe". Diese müssen separat über Microsoft-/Windows Update installiert werden!

 
Faustregeln zur Implementierung

Gerade in kritischen Umgebungen, wo Hochverfügbarkeit eine Rolle spielt, ist es genau wie bei der Implementierung von ServicePacks immer ratsam eine Weile Zeit ins Land gehen zu lassen, bis man das Paket installiert. Grund dafür ist, dass sich Fehler in das "Update Rollup" eingeschlichen haben könnten, die erst nach Veröffentlichung bekannt werden.

  • Installation in einer nicht produktiven Testumgebung
  • Durchführung aktiver Tests (Standardfunktionen, Outlook-basierende Applikationen)
  • 2 bis 4 Wochen auf eventuelle Microsoft Meldungen hinsichtlich Problemen warten und Newsgroups lesen
  • Installation in Produktion und dokumentieren des genauen Vorgehens (vor Beginn Datensicherung!)

 
Probleme die das Update Rollup 5 für SP1 behebt

925371 Domino users cannot find meeting request attachments that are sent from Exchange 2007 users

939037 By default, managed content settings apply to the root folder and all subfolders in an Exchange 2007 environment

949722 Event ID 800 does not include the user name of users who ran the Get-MessageTrackingLog command in an Exchange 2007 environment

949895 Exchange Management Shell crashes (stops responding), and Event ID 1000 is logged when you perform a cross-forest migration from Exchange Server 2003 to Exchange Server 2007 S949895

949901 Exchange 2007 users cannot send e-mail messages to a mail-enabled public folder in a mixed Exchange 2003 and Exchange 2007 environment

949968 Unified Messaging does not handle the diversion header correctly in Exchange Server 2007 Service Pack 1

950272 The formatting of a plain text message is incorrect when you print the plain text message by using Outlook Web Access in an Exchange Server 2007 environment

951267 An exception occurs in Exchange Management Console when you preview AddressList in an Exchange Server 2007 environment

951273 The received date and the received time of IMAP messages are changed to the time of migration after you migrate mailboxes to an Exchange 2007 Service Pack 1-based server

951505 You may receive an error message when you run the Update-SafeList cmdlet in an Exchange 2003 and Exchange 2007 mixed environment

951564 Exchange 2007 Service Pack 1 Update Rollup 5 supports the addition of new items to context menus in Outlook Web Access 2007

951710 You receive error messages or warnings when you change an Active Directory schema so that the Company property supports more than 64 characters

952097 Event ID 12800 is logged on an Exchange 2007-based server: "Message processing failed because there is not enough available memory (8007000E-82000387)"

952583 Japanese DBCS characters are corrupt when you reply to a message or forward a message in an Exchange Server 2007 Service Pack 1 environment

953619 A public folder conflict message cannot be delivered, and event error 1016 is logged, when the public folder name contains DBCS characters in an Exchange Server 2007 Service Pack 1 environment

953787 You receive an error message when you try to move Exchange 2000 mailboxes or Exchange 2003 mailboxes from one forest to an Exchange 2007 server that is located in another forest by using the Move-Mailbox command

953840 Event ID 5000 occurs, and the IMAP4 service may crash, on a server that is running Exchange Server 2007 with Service Pack 1 when you use a third-party application to migrate POP3 and IMAP4 users

954036 Hidden folders or files are listed when you view a UNC file server by using OWA in an Exchange 2007 environment

954195 The task originator is not notified of task changes and task progress in an Exchange Server 2007 environment

954197 Exchange 2007 CAS cannot copy the OAB from the OAB share on Windows Server 2008-based Exchange 2007 CCR clusters

954270 Message class changes during conversion when a digitally signed Message Disposition Notification is received by a server that is running Exchange Server 2007 Service Pack 1

954451 An appointment item cannot be opened by a CDOEX-based application if the item is saved by Exchange Web Service together with the Culture property in Exchange Server 2007

954684 You cannot use an Outlook 2007 client to display or download an attachment when you access a message that includes an inline attachment from Exchange Server 2007

954810 An Exchange 2007 room mailbox stops processing requests after the resource booking assistant receives a delegated meeting request from an Exchange 2003 user

954887 You cannot add a Mail User or a Mail Contact to the Safe Senders list in Exchange 2007 by using OWA Client

955001 Error message when you use the IMAP protocol to send a SEARCH command that has the CHARSET argument on an Exchange 2007 server: "BAD Command Argument Error"

955196 Log files are not copied to the target server in a standby continuous replication environment in Exchange Server 2007

955429 A VSS backup application causes the Information Store service to crash repeatedly on an Exchange 2007 Service Pack 1-based server

955460 The start time and the end time of a meeting request are incorrect when a delegate uses Exchange Web Service to send the request in an Exchange 2007 environment

955480 Meeting requests from external senders are displayed as Busy instead of Tentative in an Exchange 2007 environment

955599 Event ID 10 messages fill up the Application log on an Exchange 2007 CAS server if an Exchange Server 2003 mailbox owner makes an Exchange Web Service call

955619 A user cannot access the mailbox by using a POP client or an IMAP client through Client Access Server in an Exchange 2007 environment

955741 A message stays in the Outbox, and the message is resent until it is deleted manually on Windows Mobile 6.1-based devices in an Exchange 2007 Service Pack 1 CAS proxying scenario

955946 A sender receives an NDR from the Exchange 2007 server when the sender submits a private message by using an SMTP server

955989 The SPN registration of a cluster fails, and Error event IDs 1119 and 1034 are logged in an Exchange Server 2007 Service Pack 1 environment

956199 The last character of a user’s Chinese display name is truncated in the Offline Address Book on an Exchange 2007 server

956319 The W3wp.exe process may crash on an Exchange 2007 CAS server after you use Entourage to send a message that is larger than 48 KB

956573 Event ID 1032 is not logged in the Application log when users send e-mail messages while they are logged on to Outlook Web Access as another user in Exchange 2007

956582 Exchange Server 2007 Update Rollup 3 does not update the Outlook Web Access Logon.aspx file after you modify the file

956613 The W3wp.exe process intermittently stops responding and Event ID 1000 is logged in Exchange Server 2007 Service Pack 1

956709 Some recurring meetings may be missing when you view the meetings using Outlook Web Access in Exchange Server 2007

957002 The Edgetransport.exe process may crash intermittently on a server that is running Exchange Server 2007 Service Pack 1

957813 A Non-Delivery Report is generated when you try to send a high priority message that is larger than 250 KB in an Exchange Server 2007 Service Pack 1 environment

957978 The OAB generation is unsuccessful and Event IDs 9328 and 9373 are logged in the Application log in a Windows Server 2008-based Exchange 2007 Single-Copy cluster environment

958855 The Edge Transport service crashes repeatedly, and an event error 1000 is logged repeatedly on a server that is running Exchange Server 2007 Service Pack 1

958856 Event ID: 7012 occurs when you search message tracking logs on an Exchange Server 2007-based server

 
Link zum Download

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyId=652ED33A-11A1-459C-8FFE-90B9CBFE7903&displaylang=en

 
Weitere Informationen zum Update Rollup 5 bei Microsoft

http://support.microsoft.com/?kbid=953467

 
Installation des Update Rollup 2

! Hinweis !

Wenn eine Exchange Cluster Installation vorliegt, dann muss vor der Installation folgendes sichergestellt werden:

  • das Setup sollte zuerst auf dem passiven Knoten (Node B) durchgeführt werden
  • auf dem aktiven Knoten müssen alle Exchange Cluster Ressourcen beendet werden und der Cluster Service muss angehalten und möglichst auf Startart "deaktiviert" gestellt werden
  • nach erfolgreicher Installation muss der Cluster Service wieder reaktiviert werden
  • die Installation auf dem aktiven Konoten kann nach einem Schwenk der Ressourcen erfolgen
  • auch hier sollte der Cluster Service während der Installation gestoppt und deaktiviert werden

Gerade und besonders wenn Exchange Im Cluster betrieben wird, sollte vorab die Installation des Update Rollups in einer Testumgebung durchgeführt werden!

Ein Neustart des Exchange Servers wird nach der Installation des Update Rollups nicht immer gefordert. Ich empfehle diesen aber trotzdem.

 
Links zum Thema
aktuell noch keine

 
Keywords:
Exchange 2007 Update Rollup 5 Servicepack Hotfix KB953467

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Das kleine Exchange Powershell 1×1

Verfasst von Markus Mohmeyer am [22/05/2008]

Die "Exchange Powershell", oder im Fachjargon auch "Exchange Management Shell" genannt, ist aus dem Leben eines Exchange Administrator nicht mehr wirklich wegzudenken. Einige Einstellungen können in Exchange 2007 nicht mehr wie bei Exchange 2000/2003 über die Management Konsole gemacht werden, sondern ausschließlich mit der Powershell getätigt werden.

UNIX-Administratoren, die sich vielleicht auch mit der aktuellen Exchange Version beschäftigen müssen werden schmunzeln, dass auch Microsoft nun den Weg weg vom "Klicki Klacki" geht und die Welt der Text-Befehls-Administration öffnet. Die simple Definition von Befehlsparametern und die Möglichkeit der Kombination von Powershell-Befehlen mittels dem Pipe-Befehl (|) macht die Shell allerdings einzigartig und es entsteht fast eine Art Suchtgefahr, wenn man erst mal Blut geleckt hat :-)

In diesem Artikel möchte ich nach und nach die für einen Exchange Admin wichtigsten grundlegenden Powershell-Befehle sammeln. Wer selbst einen Exchange Powershell-Befehl entdeckt hat der anderen weiterhelfen könnte und den ich hier noch nicht aufgeführt habe, der darf mir diesen Befehl gerne schicken oder ihn direkt als Kommentar unter diesen Artikel posten ==> KLICK: zu den Kommentaren

Logbuch

Datum: Befehl: Funktion:
01.03.2008 [PS] get-Mailbox
[PS] get-MailboxStatistics
[PS] get-MailboxFolderStatistics
[PS] get-Mailbox mit "ft"
[PS] get-MailboxStatistics mit "where Abfrage"
[PS] get-LogonStatistics mit "ft"
alle Postfächer einer Datenbank anzeigen
Postfachgrößen (Gesamtgröße)
Postfachgröße und Details von Ordnern
Postfachgrenzen anzeigen
Postfächer mit überschrittenen Postfachgrenzen anzeigen
Zugriffsart der Postfächer einer Datenbank anzeigen
22.05.2008 [PS] move-Mailbox
[PS] set-Mailbox -languages
[PS] set-CASMailbox … -PopEnabled … -IMAPEnabled
[PS] new-StorageGroup
[PS] new-MailboxDatabase
[PS] export-Mailbox
[PS] import-Mailbox
Postfach ohne Nachfrage verschieben
Sprache aller Postfächer auf einem Server auf DEUTSCH setzen
Postfach für POP3/IMAP4 aktivieren
Neue StorageGroup erstellen
Neue Postfach-Datenbank erstellen
Postfach in PST-Datei exportieren
PST-Datei in Postfach importieren
12.08.2008 [PS] get-MailboxDatabase … | Add-ADPermission …
[PS] get-Mailbox … | whereObject … | set-Mailbox …
"SendAs"-Recht für einen Benutzer auf eine Datenbank vergeben
"Legacy Mailbox" in "User Mailbox" konvertieren (RUS Ersatz)
21.01.2009 [PS] get-MessageTrackingLog
[PS] get-ActiveSyncDeviceStatistics
Nachrichten-Tracking
Die Statistik eines ActiveSync Gerätes anzeigen

 

 
Alle Postfächer einer Datenbank

[PS] C:> get-Mailbox -database MDB-01

Name                      Alias                ServerName       ProhibitSendQuota
====                      =====                ==========       =================
Duck, Dagobert            DDUCK1               MAILSERVER       unlimited
Duck, Daisy               DDUCK2               MAILSERVER       unlimited
Gans, Gustav              GGANS                MAILSERVER       unlimited
Düsentrieb, Daniel        DDUESE               MAILSERVER       unlimited

 
Alle vorhandenen Postfächer

[PS] C:> get-Mailbox -ResultSize unlimited | ft alias,guid,servername -AutoSize

Alias             Guid                                  ServerName
=====             ====                                  ==========
dduck             5c260ef8-eaa7-4b33-ae1a-1e65d286ac0e  MAILSERVER
dduese            01a4c6c5-a48d-4635-8853-fc5ba2e924d1  MAILSERVER
ggans             7dbc94f8-ee2c-46ad-b323-b0b222acb764  MAILSERVER

 
Postfachgrößen (Gesamtgröße)

[PS] C:> get-MailboxStatistics | ft DisplayName,ItemCount,TotalItemSize -AutoSize

DisplayName               ItemCount TotalItemSize
===========               ========= =============
Duck, Dagobert            42908     453272415B
Düsentrieb, Daniel        50539     1411833851B

Postfachgrößen aller Postfächer auf einem bestimmten Server sortiert

[PS] C:> get-MailboxStatistics -Server SERVERNAME | Sort-Object -Property TotalItemSize | ft DisplayName, TotalItemSize

DisplayName               TotalItemSize
===========               =============
Duck, Dagobert            453272415B
Düsentrieb, Daniel        463172519B

 
Postfachgröße und Details von Ordnern

[PS] C:> get-MailboxFolderStatistics -identity “dduese” | ft folderpath,foldersize,itemsinfolder,FolderAndSubfoldersize -AutoSize

FolderPath                      FolderSize ItemsInFolder FolderAndSubfolderSize
==========                      ========== ============= ======================
/                               0B                     0 488773B  <== gesamte Postfachgröße
/Calendar                       156492B              378 156492B
/Contacts                       0B                     0 0B
/Deleted Items                  7800B                  6 7800B
/Drafts                         0B                     0 0B
/Inbox                          57337B                24 57337B
/Journal                        0B                     0 0B
/Junk-E-Mail                    0B                     0 0B
/Notes                          0B                     0 0B
/Outbox                         0B                     0 0B
/quarantine                     0B                     0 0B
/RSS                            0B                     0 167697B
/RSS/RSS Popper Errors          167697B              103 167697B
/Sent Items                     44698B                28 44698B
/Spam Mail                      54749B                 0 99112B
/Spam Mail/Approved Sender List 44363B                 1 44363B
/Tasks                          0B                     0 0B

 
Postfachgrenzen ausgeben

[PS] C:> get-Mailbox -identity "dduese" | ft name,IssueWarningQuota,ProhibitSendQuota,ProhibitSendReceiveQuota -AutoSize

Name                 IssueWarningQuota ProhibitSendQuota ProhibitSendReceiveQuota
====                 ================= ================= ========================
Düsentrieb, Daniel   unlimited         unlimited         unlimited

 
Postfächer mit überschrittenen Postfachgrenzen ausgeben
 

[PS] C:> get-MailboxStatistics | where {$_.StoragelimitStatus -ne "BelowLimit"} | ft display*,*limit* | out-file report.txt

DisplayName          StorageLimitStatus
===========          ==================
Duck, Dagobert       NoChecking
Duck, Daisy          IssueWarning
Düsentrieb, Daniel   NoChecking
Gans, Gustav         ProhibitSend

 
Zugriffsart der Postfächer einer Datenbank ausgeben

[PS] C:> get-LogonStatistics -database MDB-01 | ft UserName,ClientName,HostAddress

UserName                ClientName               HostAddress
========                ==========               ===========
Duck, Dagobert          PC-DDUCK1                IIS-HTTPDAV
Duck, Daisy             PC-DDUCK2
Düsentrieb, Daniel      PC-DDUESE
Gans, Gustav            PC-GGANS                 IIS-HTTPDAV

  
Postfach ohne Nachfrage verschieben

[PS] C:> move-mailbox -Identity "22102263" -TargetDatabase MAILSERVER\SG-01\MDB-01 -confirm:$false

501005006
   Moving messages. Posteingang [37/67]
   [oooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo                        ]

 
Sprache aller Postfächer auf einem Server auf DEUTSCH setzen

[PS] C:> get-mailbox -Server SERVERNAME | Set-Mailbox -languages: de-DE

 
Postfach für POP3/IMAP4 aktivieren

[PS] C:> set-CASMailbox -Identity DDUESE -PopEnabled $true -IMAPEnabled $true

 
Neue StorageGroup erstellen

[PS] C:> new-StorageGroup -Server ‘SERVERNAME’ -Name ‘SG-01′ -LogFolderPath ‘C:\SG-01′ -SystemFolderPath ‘C:\SG-01′

 
Neue Postfach-Datenbank erstellen

[PS] C:> new-MailboxDatabase -StorageGroup ‘SERVERNAME\SG-01′ -Name ‘MDB-01′ -EdbFilePath ‘F:\SG-01\MDB-01.edb’

 
Postfach in PST-Datei exportieren

[PS] C:> export-Mailbox -Identity DDUESE -PSTFolderPath D:\temp

 
PST-Datei in Postfach importieren

[PS] C:> import-Mailbox -Identity DDUESE -PSTFolderPath D:\temp\dduese.pst

 
"SendAs"-Recht für einen Benutzer auf eine Datenbank vergeben

[PS] C:> get-MailboxDatabase -id SERVERNAME\SG-01\MDB-01 | Add-ADPermission -User "dduese" -ExtendedRights Send-As
[PS] C:> get-MailboxDatabase -ser SERVERNAME | Add-ADPermission -User "dduese" -ExtendedRights Send-As

 
"Legacy Mailbox" in "User Mailbox" konvertieren (RUS Ersatz)

[PS] C:> get-Mailbox -DomainController SERVERNAME -ResultSize unlimited | where-Object {$_.RecipientTypeDetails -ilike "Legacy*"} | set-Mailbox –ApplyMandatoryProperties -verbose

 
Nachrichten-Tracking

[PS] C:> get-messagetrackinglog -Sender "daniel.duesentrieb@entenhausen.de" -Start "04.08.2008 12:00:00" -End "04.08.2008 15:00:00" | ft Timestamp,Source,TotalBytes,MessageSubject,Sender,Recipients –AutoSize | out-file c:\tracking.txt
 

[PS] C:> get-messagetrackinglog -Sender "daniel.duesentrieb@entenhausen.de" -Start "04.08.2008 12:00:00" -End "04.08.2008 15:00:00"

Die Statistik eines ActiveSync Gerätes anzeigen

[PS] C:> Get-ActiveSyncDeviceStatistics -mailbox donald.duck@entenhausen.de
 

FirstSyncTime         : 11.11.2008 10:06:37

LastPolicyUpdateTime  : 11.11.2008 10:06:56

LastSyncAttemptTime   : 21.01.2009 09:58:45

LastSuccessSync       : 21.01.2009 09:58:45

DeviceType            : PocketPC

DeviceID              : B107EF0A96ECEE4243CE62C7EAC76C75

DeviceUserAgent       :

DeviceWipeSentTime    :

DeviceWipeRequestTime :

DeviceWipeAckTime     :

LastPingHeartbeat     :

RecoveryPassword      : ********

DeviceModel           : MDA_compact_IV

DeviceIMEI            : 3531900321194501

DeviceFriendlyName    : HTC6

DeviceOS              : Windows CE 5.2.19591

DeviceOSLanguage      : German

DevicePhoneNumber     : +498154711

Identity              : Donald.Duck@Entenhausen.de\AirSync-PocketPC-B107EF0A96ECEE4243CE62C7EAC76C75

 
Postfach aus einer Recovery Storage Group in ein aktives Postfach (Unterordner) exportieren

[PS] C:> Restore-Mailbox -RSGMailbox ‘MAILBOXNAME1′ -RSGDatabase ‘MAILSERVERNAME\Recovery Storage Group\DATENBANKNAME’ -id ‘MAILBOXNAME2′ -TargetFolder ‘Restore’ 

 
CMS auf einem Exchange Cluster von Node A auf Node B schwenken

[PS] C:> stop-ClusteredMailboxServer -Identity MAILSERVERNAME -StopReason MM
 
[PS] C:> Move-ClusteredMailboxServer -Identity MAILSERVERNAME -TargetMachine MAIL06SZDN1 -MoveComment MM
 
[PS] C:> start-ClusteredMailboxServer -Identity MAILSERVERNAME

 
Alle Postfächer eines bestimmten Exchange Servers auflisten, dessen Postfachordner ”Synchronisierungsprobleme\Serverfehler” mehr als NULL Elemente beinhalten ;
die Anzahl Items und die Größe des Ordners ausgeben

[PS] C:> get-mailbox -Server MAILSERVERNAME -ResultSize unlimited | Get-MailboxfolderStatistics | where {$_.Folderpath -match "/Synchronisierungsprobleme/Serverfehler" -AND $_.ItemsInFolder -gt "0"} | ft identity,ItemsInFolder,foldersize -AutoSize 

  
… Liste wird noch weiter vervollständigt …

 

Links zum Thema

Introduction in Exchange 2007 Management Shell
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?FamilyID=1dc0f61b-d30f-44a2-882e-12ddd4ee09d2&DisplayLang=en

Exchange Management Shell Quick Reference
http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?familyid=01A441B9-4099-4C0F-B8E0-0831D4A2CA86&mg_id=10048&displaylang=en

Deutschsprachige Einführung
http://www.microsoft.com/technet/technetmag/issues/2006/12/HeyScriptingGuy/default.aspx?loc=de/

Powershell Blog
http://blogs.msdn.com/powershell/

PowerShell Plus – The Power Tool for PowerShell
http://www.powershellplus.com/

PowerGUI – Grafisches Interface und Skript-Editor für die Windows PowerShell
http://www.powergui.org/index.jspa

 

Keywords: Exchange 2007 Powershell Befehle Exchange Management Shell

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Update Rollup 2 für Exchange 2007 SP1

Verfasst von Markus Mohmeyer am [09/05/2008]

Am 8. Mai 2008 bringt  Microsoft für Exchange 2007 SP1 das Update Rollup 2 heraus. Immerhin 27 Probleme werden dieses Mal behoben und wenn ich mir die Liste anschaue, dann kommt mir so einiges bekannt vor :-)

 
Was ist ein “Update Rollup”?

Ein “Update Rollup” Paket ist ein Software-Paket, in dem sich eine Sammlung von wichtigen Softwareaktualisierungen (Hotfixes) befindet, welche die Funktion und/oder die Stabilität einer Software verbessert.
Für Exchange gibt es seit der Version 5.5 in regelmäßigen Abständen Update Rollups. Ein Update Rollup Paket mit einer höheren Versionsnummer beinhaltet alle Hotfixe der Vorgängerversion. Um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich Funktion und Stabilität zu sein, muss also immer die letzte Version des ServicePacks und die letzte Version des Update Rollups installiert werden. Ältere Rollup Pakete müssen nicht deinstalliert werden
ABER: Wenn zwischenzeitlich ein spezieller Hotfix für Exchange 2007 (ein sogenanntes Interims Update) instelliert wurde, dann muss das vor der Installation des Updates Rollup 6 deinstalliert werden.
 
Ein “Update Rollup” beinhaltet in der Regel keine “Security Hotfixe”. Diese müssen separat über Microsoft-/Windows Update installiert werden!

 
Faustregeln zur Implementierung

Gerade in kritischen Umgebungen, wo Hochverfügbarkeit eine Rolle spielt, ist es genau wie bei der Implementierung von ServicePacks immer ratsam eine Weile Zeit ins Land gehen zu lassen, bis man das Paket installiert. Grund dafür ist, dass sich Fehler in das “Update Rollup” eingeschlichen haben könnten, die erst nach Veröffentlichung bekannt werden.

  • Installation in einer nicht produktiven Testumgebung
  • Durchführung aktiver Tests (Standardfunktionen, Outlook-basierende Applikationen)
  • 2 bis 4 Wochen auf eventuelle Microsoft Meldungen hinsichtlich Problemen warten und Newsgroups lesen
  • Installation in Produktion und dokumentieren des genauen Vorgehens (vor Beginn Datensicherung!)


Probleme die das Update Rollup 2 behebt

940462 The public folder store may take several minutes to mount on an Exchange 2007 server

944153 Exchange Server 2007 does not have Transport Neutral Encapsulation Format (TNEF) capabilities for POP and IMAP protocols

945917 You receive an error message when you try to access the Microsoft Office Outlook Web Access global address list in a Microsoft Exchange Server 2007 environment

947346 Exchange Server 2007 mailbox users cannot retrieve the free/busy information for Exchange Server 2003 mailbox users in a large Exchange Server organization that has more than 100 administrative groups

947360 Error message occurs, and users cannot access the free/busy information after you use the Import-Mailbox cmdlet to import data to a mailbox in Exchange Server 2007 Service Pack 1

947391 The contents of .pst files are not imported into Exchange Server 2007 mailboxes when you use the Import-Mailbox cmdlet

947451 A recipient sees unexpected text in the top of an e-mail message that you send in Exchange Server 2007

947458 The Edgetransport.exe process may crash on an Edge server that is running Exchange Server 2007 Service Pack 1

947551 The Edgetransport.exe process may crash intermittently on an Exchange Server 2007 Service Pack 1 Edge server

947577 If you try to connect a mobile device to a mailbox server through a server that is running Exchange Server 2007, the mobile device may be unable to connect

947646 Event ID 12011 is logged every time that the MSExchangeTransport service starts after you install Exchange Server 2007 Service Pack 1 on a computer that is running the German version of Windows Server 2003

948047 An event ID 1080 message is logged in the System log every three seconds after you run the Set-ExchangeServer command to set the static domain controllers on an Exchange 2007 cluster node

948297 The OOF template may be delivered as an attachment in an Exchange 2007 environment when you use the “Reply with Template” option in Microsoft Outlook

948332 Failover takes a long time to finish in an Exchange Server 2007 cluster continuous replication environment

948374 The EdgeTransport.exe process crashes intermittently, and event ID 1033 is logged in Exchange Server 2007

948666 When you try to migrate a mailbox from Exchange Server 2003 to Exchange Server 2007, the Exchange Management Shell may stop responding

948830 The MSExchangeSyncAppPool application pool crashes on a server that hosts an Exchange Server 2007 Client Access Server role

948831 A user may be unable to synchronize with an Exchange Server mailbox from a mobile device when a Client Access server has been upgraded to Exchange Server 2007 Service Pack 1

948844 An exception occurs, and event IDs 4999 and 5000 are logged when you modify the Outlook Web Access user interface

949186 When you try to run the Restore-mailbox cmdlet on a server that is running Exchange Server 2007, you receive an error message

949193 The address rewrite agent does not rewrite the address for Out of Office (OOF) messages in Exchange Server 2007

949463 An exception error is generated after you run a Set-AttachmentfilterListConfig command together with the ExceptionConnectors option on an Exchange 2007 S949463-based server

949541 You cannot log on to Outlook Web Access Light, and an error message occurs in Exchange Server 2007

949703 Error message in Outlook when you click the signature icon of a signed e-mail message that an Exchange Server 2007-based Edge server receives: “The digital signature is invalid”

949726 After you install Exchange Server 2007 Service Pack 1, the Set-ExcecutionPolicy task causes an error message, and event ID 103 is logged

949772 If you run the “isinteg -dump” command against a dismounted store on a server that is running Exchange Server 2007, the Store.exe process stops unexpectedly

950123 Error message after you apply Update Rollup 1 for Exchange Server 2007 Service Pack 1 in a Japanese environment: “Public Folder Management Console is not an allowed Snap-in”


Link zum Download

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=99da32e0-d9e3-4156-aabf-8369bf96e3e7

 
Weitere Informationen zum Update Rollup 2 bei Microsoft

http://support.microsoft.com/?kbid=948016 

 
Installation des Update Rollup 2

! Hinweis !

Wenn eine Exchange Cluster Installation vorliegt, dann muss vor der Installation folgendes sichergestellt werden:

  • das Setup sollte zuerst auf dem passiven Knoten (Node B) durchgeführt werden
  • auf dem aktiven Knoten müssen alle Exchange Cluster Ressourcen beendet werden und der Cluster Service muss angehalten und möglichst auf Startart “deaktiviert” gestellt werden
  • nach erfolgreicher Installation muss der Cluster Service wieder reaktiviert werden
  • die Installation auf dem aktiven Konoten kann nach einem Schwenk der Ressourcen erfolgen
  • auch hier sollte der Cluster Service während der Installation gestoppt und deaktiviert werden

Gerade und besonders wenn Exchange Im Cluster betrieben wird, sollte vorab die Installation des Update Rollups in einer Testumgebung durchgeführt werden!

Ein Neustart des Exchange Servers wird nach der Installation des Update Rollups nicht immer gefordert. Ich empfehle diesen aber auf jeden Fall.

 
Links zum Thema
aktuell noch keine

 
Keywords:
Exchange 2007 Update Rollup 1 Servicepack Hotfix KB945684

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Sporadisch keine neuen Elemente auf Exchange ActiveSync Clients – was der Exchange Virenscanner damit zu tun haben kann

Verfasst von Markus Mohmeyer am [08/03/2008]

Es kam von einem Tag auf den nächsten

Einige Anwender, welche Exchange ActiveSync (EAS) verwenden, klagten plötzlich darüber, dass einige Termine nicht mehr auf ihr mobiles Gerät übertragen wurde. Ein pflichtbewusster und gewissenhafter Administrator denkt natürlich in so einem Fall als erstes sofort ganz im Sinne seines Kunden “Ja na klar… das Problem muss doch wieder zwischen den Ohren des Anwenders liegen:-) Aber dem war nicht so. Anfangs waren es einige Termine, die Probleme bereiteten, aber nach einer Weile fehlten auch sporadisch E-Mails auf den mobilen Clients. Immer mehr Anwender klagten schließlich über eben dieses Phänomen.

Also ein Testgerät geschnappt und geschaut ob das Problem reproduzierbar ist.
Und wirklich … auch auf einem Testgerät war zu sehen, dass vereinzelt Mailobjekte per EAS nicht mehr übertragen wurden.

 
Nach einiger Zeit Recherche im Netz ist die Ursache gefunden

Es ist wie so oft bei unerklärlichen Dingen die verschwinden oder nicht mehr wie gewohnt funktionieren… der VIRENSCANNER ist Schuld … in diesem Fall der VSAPI Scanner für die Postfächer.

Wenn der Exchange Virenscanner ein Signatur-Update bekommt, dann werden Elemente im Postfach erst dann für Exchange ActiveSync freigegeben, wenn diese erneut gescannt wurden. Bei den meisten Exchange Virenscannern ist das Standardverhalten so, dass erst beim Zugriff auf ein Mailobjekt mittels Outlook der “On Access Scanner” das Objekt erneut anscannt. Jetzt merkt der Exchange Virenscanner mit dieser Einstellung aber nicht, wenn der mobile Client ein Objekt “anfordert”. Somit scannt der OnAccess Scanner das angeforderte Objekt nicht ab und gibt es auch nicht frei. Als Ergebnis landet das Objekt nicht auf dem mobilen Gerät.

Also müssen wir dafür sorgen, dass der Exchange Virenscanner nach einem Signatur-Update alle neuen Objekte möglichst schnell scannt und bestehende Objekte im Postfach ebenfalls. Dieses Verhalten kann im Exchange Virenscanner mit den beiden Optionen “Background Scanning” und “Proactive Scanning” eingestellt werden. Je nach Virenscanner sind diese Optionen in der Konsole einstellbar. Oder aber man muss tätig werden und Werte in der Registry anpassen, oder eben beides.

Im KB-Artikel “Server ActiveSync does not download all items during a synchronization session” beschreibt Microsoft das Problem: http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;827615

 
Background Scanning

Die Funktion “Background Scanning” wurde mit der VSAPI 2.0 Schnittstelle (Exchange 2000) eingeführt. Dieses Feature veranlasst den Exchange Store einen niedrig priorisierten Scan Thread zu starten, der dann im Hintergrund alle Nachrichten und Dateianhänge fortlaufend untersucht. Dies geschieht unabhängig vom Zugriff der Clients.

 
Proactive Scanning

Auch “Proactive Scanning” wurde mit VSAPI 2.0 eingeführt. Bei aktiviertem “Proactive Scanning” werden alle neuen Mailobjekte als niedrig gekennzeichnet und in eine “Low Priority Queue” gestellt. Dort verweilen sie solange, bis alle hoch priorisierten Mailobjekte gescannt wurden und sich ein freier Threat findet, der sie dann untersucht.
Wenn ein Client ein Mailobjekt anfordert, dann wird die Scan Priorität dieses Objekts auf hohe Priorität geändert und sofort gescannt.

Wenn “Proactive Scanning” abgeschaltet ist, dann werden zusätzliche Scan-Anforderungen ignoriert und nur ausgeführt, wenn das Mailobjekt vom Client geöffnet wird. Hinsichtlich ActiveSync ist genau hier das Problem zu finden, denn es werden nur Mailobjekte zum Gerät gepusht, die bereits gescannt worden sind. Das bedeutet, man müsste erst mit Outlook ein neues Objekt öffnen damit es gescannt wird und beim nächsten Push Intervall kommt es dann auf das mobile Geräte. Nicht wirklich praktikabel :-)

 
Die entsprechenden Werte in der Registry

Die VSAPI Schnittstelle von Exchange bietet im folgenden Registry-Zweig verschiedene Konfigurationsparameter, um den Virenscanner und den Exchange Store einzustellen…

HKLM\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\VirusScan

image

Enabled (REG_DWORD)
Dieser Wert schaltet den Exchange Virenscanner ganz einfach komplett ein oder aus.
0 – Virus Scanning ist für alle Datenbanken deaktiviert
1 – Virus Scanning ist für alle Datenbanken aktiviert

Library (REG_SZ)
Vollständiger Pfad und Dateiname zur “Vendor DLL” für die Aktivierung beim Systemstart

ReloadNow (REG_DWORD)
Per Default ist der Wert auf Null gesetzt. Wird der Wert auf “1″ gesetzt, dann liest Exchange die Konfigurationseinstellungen aus der Registry erneut und läd ebenfalls die “Vendor DLL” neu. Exchange fragt diese Einstellung einmal pro Minute ab.

BackgroundScanning (REG_DWORD)
Globale Aktivierung/Deaktivierung der Funktion “Background Scanning” (oben beschrieben)
0 – Background Scanning ist deaktiviert
1 – Background scanning ist aktiviert

ProactiveScanning (REG_DWORD)
Globale Aktivierung/Deaktivierung der Funktion “Proactive Scanning” (oben beschrieben)
0 – Proactive Scanning ist deaktiviert
1 – Proactive Scanning ist aktiviert

ScanTimeout (REG_DWORD)
Dieser Wert gibt die Zeit an, die ein Client warten muss, bis ein Signal kommt, dass das angeforderte Objekt verfügbar ist.
Min Wert: 10 Sekunden
Max Wert: 30 Minuten
Standard Wert: 3 Minuten

ScanRTF (REG_DWORD)
Steuerung ob Rich Text (RTF) Streams gescannt werden sollen. Die Standard Einstellung ist “1″
0 – RTF Streams werden nicht gescannt
1 oder ungesetzt – RTF Streams werden gescannt

EnableScanDeletion (REG_DWORD)
(nur VSAPI 2.5, also ab Exchange 2003)
Dieser Wert steuert ob durch 3rd Party Scanner Objekte gelöscht werden dürfen
0 oder nicht gesetzt – Löschen untersagt
1 – Löschen erlaubt

All diese Optionen sind in gängigen Exchange Virenscanner über die Virus Konsole einstellbar und müssen nicht zwingend manuell in der Registry angepasst werden. Manchmal ist aber manuelles Nachbessern nötig.

 
Beispiel anhand von “Microsoft Forefront Security für Exchange” (FSE) wie ein Exchange Virenscanner für die störungsfreie Funktion von EAS konfiguriert wird

In FSE ist die Option “Scan on Scanner update” (wird in der Registry über den Wert “OnAccessThresholdVersion” gesteuert) besonders wichtig für EAS. Hiermit wird global festgelegt, dass beim Signatur-Update erneut gescannt wird.

image

Die “Background Scanning” Optionen können in FSE noch einmal feiner eingestellt werden. Wichtig ist hier, die Option “Scan Only Messages with Attachments” ´zu deaktivieren, da sonst nur Mails mit Dateianhängen berücksichtigt werden.

image

Die beiden Optionen auf der linken Seite sind eigentlich selbsterklärend. Interessant ist noch die Option “Scan Messages Received Within the Last …” . Damit kann eingegrenzt werden welcher Zeitraum beim Background Scanning berücksichtigt werden soll. “Anytime” ist hier schon der für EAS günstigste Wert. Allerdings sollte man die Performance des Systems im Auge behalten. Ebenso kann mit “Optimize scanning performance for” noch die Gewichtung festgelegt werden. In diesem Beispiel hat der Realtime Scanner die höchste Gewichtung.

 
Links zum Thema

KB-Artikel zum EAS Problem
http://support.microsoft.com/default.aspx?scid=kb;en-us;827615

Seguest Blog Artikel
http://seguest.blogspot.com/2006/03/active-sync-fails-to-pull-down-e-mail.html

Best Practices Store scanning
http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb795144.aspx

Scanning considerations
http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb795188.aspx

Artikel vom MS Exchange Team Blog
http://msexchangeteam.com/archive/2004/11/15/257737.aspx

Mehr zur Funktion von Exchange ActiveSync (EAS) auf Franks “MS Exchange FAQ”
http://www.msxfaq.net/mobil/eas.htm

Keywords:  Exchange ActiveSync Problem, Proactive Scanning, Background Scanning, VSAPI

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Das Apple iPhone macht Exchange ActivSync

Verfasst von Markus Mohmeyer am [06/03/2008]

Apple macht das iPhone aktuell fit für die Anbindung an Microsoft Exchange ActiveSync (EAS).
Mit der neuen Software, die als Update für das aktuelle iPhone Modell kommt, macht Apple das Design Handy Firmen-tauglich und öffnet die Möglichkeit das iPhone mit Exchange 2003 und 2007 zu koppeln.

image 
Das neue iPhone Betriebssystem kommt in der Version 2.0 und soll Ende Juni 2008 als kostenloses Firmware-Upgrade angeboten werden. Bestehende iPhone-Applikationen (E-Mail-, Adress- und Terminverwaltung) sollen damit weiter eingesetzt werden können.

 
Features der Version 2.0

  • Ciscos IPsec VPN Standard für die Verschlüsselung des Netzwerkverkehrs
  • WLAN WPA2 Enterprise mit 802.1x Authentifizierung
  • Pushmail für Posteingang, Kontakte, Kalender
  • Automatische zentrale Gerätekonfiguration
  • Unterstützung für Globale Adresslisten (GAL)
  • Unterstützung der Exchange Sicherheitsrichtlinien (ActiveSync Policies)
  • SSL Unterstützung via Zertifikate
  • RemoteWipe (Inhalte bei Geräteverlust aus der Ferne löschen)

Als frisch gebackener Besitzer eines Nokia N82, dem in punkto Funktionsumfang derzeit kein anderes Smartphone (auch nicht das iPhone) etwas vormachen kann, bin ich aber erstaunt, dass Apple eine solch großspurige Adaptierung der Microsoft Funktionen umsetzt.
Nokia hat es leider bisher nicht geschafft der N-Serie alle wichtigen ActiveSync Features, wie z.B. die Unterstützung der Exchange Sicherheitsrichtlinien Unterstützung zu implementieren. Lediglich die E-Serie kann damit glänzen. Allerdings vermisst man dort wiederum die leistungsstarken Multimedia Features.

 
Links zum Thema

Artikel auf MacNotes.de
http://www.macnotes.de/2008/03/06/das-iphone-auf-dem-weg-zum-business-handy/

Artikel von Microsoft PressPass
Q&A: Microsoft Helps Connect Apple iPhone Users to Microsoft’s Exchange Server

Informationen von Apple zum Thema
http://www.apple.com/pr/library/2008/03/06iphone.html
http://www.apple.com/iphone/enterprise/

Artikel auf Golem.de
http://www.golem.de/0803/58246.html
 
 
Keywords:  Apple iPhone 2.0 Exchange ActiveSync

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Update Rollup 1 für Exchange 2007 SP1

Verfasst von Markus Mohmeyer am [03/03/2008]

Gerade mal kam das UR6 für die RTM heraus, da schiebt Microsoft am 28. Februar auch für Exchange 2007 SP1 das Update Rollup 1 nach.

! Hinweis !
Im “UR1″ wird auch das erste mal öffentlich die von mir viel umschriebene Serientermin-Problematik von Exchange 2007 SP1 behoben. Siehe auch: http://support.microsoft.com/?id=943371

 Was ist ein “Update Rollup”?

Ein “Update Rollup” Paket ist ein Software-Paket, in dem sich eine Sammlung von wichtigen Softwareaktualisierungen (Hotfixes) befindet, welche die Funktion und/oder die Stabilität einer Software verbessert.
Für Exchange gibt es seit der Version 5.5 in regelmäßigen Abständen Update Rollups. Ein Update Rollup Paket mit einer höheren Versionsnummer beinhaltet alle Hotfixe der Vorgängerversion. Um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich Funktion und Stabilität zu sein, muss also immer die letzte Version des ServicePacks und die letzte Version des Update Rollups installiert werden. Ältere Rollup Pakete müssen nicht deinstalliert werden
ABER: Wenn zwischenzeitlich ein spezieller Hotfix für Exchange 2007 (ein sogenanntes Interims Update) instelliert wurde, dann muss das vor der Installation des Updates Rollup 6 deinstalliert werden.
 
Ein “Update Rollup” beinhaltet in der Regel keine “Security Hotfixe”. Diese müssen separat über Microsoft-/Windows Update installiert werden!

 
Faustregeln zur Implementierung

Gerade in kritischen Umgebungen, wo Hochverfügbarkeit eine Rolle spielt, ist es genau wie bei der Implementierung von ServicePacks immer ratsam eine Weile Zeit ins Land gehen zu lassen, bis man das Paket installiert. Grund dafür ist, dass sich Fehler in das “Update Rollup” eingeschlichen haben könnten, die erst nach Veröffentlichung bekannt werden.

  • Installation in einer nicht produktiven Testumgebung
  • Durchführung aktiver Tests (Standardfunktionen, Outlook-basierende Applikationen)
  • 2 bis 4 Wochen auf eventuelle Microsoft Meldungen hinsichtlich Problemen warten und Newsgroups lesen
  • Installation in Produktion und dokumentieren des genauen Vorgehens (vor Beginn Datensicherung!)


Probleme die das Update Rollup 1 behebt

925252 The Store.exe process uses almost 100 percent of CPU resources, and the size of the public folder store increases quickly in Exchange 2007

935894 Web beacons and HTML forms in e-mail message attachments are blocked regardless of the FilterWebBeaconsAndHtmlForms parameter setting for the Outlook Web Access virtual directory in Exchange Server 2007

938957 The GetItem operation in Exchange Web Service obtains duplicate strings in Exchange Server 2007

940053 Error message when a user tries to access a mailbox and download e-mail messages by using a DAV e-mail client program: “HTTP 500 – Internal server error”

941655 The Store.exe process stops responding, and event ID 9659 is logged on an Exchange Server 2007 server

941805 Error message when you try to schedule a yearly recurring appointment on the 31st day of certain months: “The recurrence date is invalid”

941851 An HTML e-mail message appears garbled in Outlook when you send the message to an Exchange Server 2007 user

942374 Legacy free/busy information no longer appears for appointments that are booked against a mailbox in Exchange Server 2007

942418 The Subject line of a delegate e-mail message is corrupted in Outlook 2007

942424 On an Exchange Server 2007-based computer, the Microsoft Exchange Information Store service stops unexpectedly when you start the service or when you mount a database store

942647 The display name of an e-mail address is not encoded correctly according to RFC 2047 when you use extended characters in Exchange Server 2007

942814 The account test process is failed when you try to configure an Outlook 2007 client to connect to an Exchange Server 2007 mailbox by using a POP3 connection or an IMAP4 connection

943149 You cannot type the Polish character “?” in the Subject box, in the To box, or in the Cc box when you compose an e-mail message in Outlook Web Access for Exchange Server 2007

943163 The Test-OwaConnectivity cmdlet and the Test-ActiveSyncConnectivity cmdlet do not run successfully on a computer that is running Exchange Server 2007

943264 The IMAP service returns an untagged EXISTS response before the EXPUNGE command in Exchange Server 2007

943371 Event IDs 8206, 8213, and 8199 are logged in an Exchange Server 2007 environment

943479 Some source mailboxes are merged into one target mailbox after you use a Move-Mailbox cmdlet to migrate the mailboxes from an Exchange 2003 organization to an Exchange Server 2007 organization

944321 The Edgetransport.exe process may stop unexpectedly on an Exchange Server 2007-based edge server

944451 Only the entries in the MailSubmission log are returned when you run the Get-MessageTrackingLog cmdlet against an Exchange Server 2007 server that hosts both the Hub Transport role and the Mailbox role

945046 You receive an NDR message when you send an e-mail message by using a Exchange Server 2007 Edge server

945141 IMAP4 clients may experience latencies or slowness when the clients are running against Exchange Server 2007-based servers

945428 An e-mail message is in disorder and is unreadable in a Exchange Server 2007 environment


Link zum Download

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=c29a6aa8-ca44-43ea-a88f-7500c4bd3d31

 
Weitere Informationen zum Update Rollup 1 bei Microsoft

http://support.microsoft.com/?kbid=945684

 
Installation des Update Rollup 1

! Hinweis !

Wenn eine Exchange Cluster Installation vorliegt, dann muss vor der Installation folgendes sichergestellt werden:

  • das Setup sollte zuerst auf dem passiven Knoten (Node B) durchgeführt werden
  • auf dem aktiven Knoten müssen alle Exchange Cluster Ressourcen beendet werden und der Cluster Service muss angehalten und möglichst auf Startart “deaktiviert” gestellt werden
  • nach erfolgreicher Installation muss der Cluster Service wieder reaktiviert werden
  • die Installation auf dem aktiven Konoten kann nach einem Schwenk der Ressourcen erfolgen
  • auch hier sollte der Cluster Service während der Installation gestoppt und deaktiviert werden

Gerade und besonders wenn Exchange Im Cluster betrieben wird, sollte vorab die Installation des Update Rollups in einer Testumgebung durchgeführt werden!

Ein Neustart des Exchange Servers wird nach der Installation des Update Rollups nicht immer gefordert. Ich empfehle diesen aber auf jeden Fall.

 
Links zum Thema
aktuell noch keine

 
Keywords:
Exchange 2007 Update Rollup 1 Servicepack Hotfix KB945684

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Update Rollup 6 für Exchange 2007 RTM

Verfasst von Markus Mohmeyer am [23/02/2008]

Seit dem 21. Februar 2008 gibt es für Exchange 2007 RTM (also ohne ein installiertes ServicePack!) das “Update Rollup 6″.

! Hinweis !
Im “UR6″ wird auch das erste mal öffentlich die von mir viel umschriebene Serientermin-Problematik von Exchange 2007 RTM behoben. Siehe auch: http://support.microsoft.com/?id=943371

 Was ist ein “Update Rollup”?

Ein “Update Rollup” Paket ist ein Software-Paket, in dem sich eine Sammlung von wichtigen Softwareaktualisierungen (Hotfixes) befindet, welche die Funktion und/oder die Stabilität einer Software verbessert.
Für Exchange gibt es seit der Version 5.5 in regelmäßigen Abständen Update Rollups. Ein Update Rollup Paket mit einer höheren Versionsnummer beinhaltet alle Hotfixe der Vorgängerversion. Um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich Funktion und Stabilität zu sein, muss also immer die letzte Version des ServicePacks und die letzte Version des Update Rollups installiert werden. Ältere Rollup Pakete müssen nicht deinstalliert werden
ABER: Wenn zwischenzeitlich ein spezieller Hotfix für Exchange 2007 (ein sogenanntes Interims Update) instelliert wurde, dann muss das vor der Installation des Updates Rollup 6 deinstalliert werden.
 
Ein “Update Rollup” beinhaltet in der Regel keine “Security Hotfixe”. Diese müssen separat über Microsoft-/Windows Update installiert werden!

 
Faustregeln zur Implementierung

Gerade in kritischen Umgebungen, wo Hochverfügbarkeit eine Rolle spielt, ist es genau wie bei der Implementierung von ServicePacks immer ratsam eine Weile Zeit ins Land gehen zu lassen, bis man das Paket installiert. Grund dafür ist, dass sich Fehler in das “Update Rollup” eingeschlichen haben könnten, die erst nach Veröffentlichung bekannt werden.

  • Installation in einer nicht produktiven Testumgebung
  • Durchführung aktiver Tests (Standardfunktionen, Outlook-basierende Applikationen)
  • 2 bis 4 Wochen auf eventuelle Microsoft Meldungen hinsichtlich Problemen warten und Newsgroups lesen
  • Installation in Produktion und dokumentieren des genauen Vorgehens (vor Beginn Datensicherung!)


Probleme die das Update Rollup 6 behebt

942814 The account test process is failed when you try to configure an Outlook 2007 client to connect to an Exchange Server 2007 mailbox by using a POP3 connection or an IMAP4 connection

943163 The Test-OwaConnectivity cmdlet and the Test-ActiveSyncConnectivity cmdlet do not run successfully on a computer that is running Exchange Server 2007

943394 Some e-mail messages become stuck in the submission queue in Exchange Server 2007

945428 An e-mail message is in disorder and is unreadable in a Exchange Server 2007 environment

945141 IMAP4 clients may experience latencies or slowness when the clients are running against Exchange Server 2007-based servers

945046 You receive an NDR message when you send an e-mail message by using a Exchange Server 2007 Edge server

941805 Error message when you try to schedule a yearly recurring appointment on the 31st day of certain months: “The recurrence date is invalid”

944451 Only the entries in the MailSubmission log are returned when you run the Get-MessageTrackingLog cmdlet against an Exchange 2007 server that hosts both the Hub Transport role and the Mailbox role

944333 The store event sink does not run as expected in an Exchange Server 2007 environment

942374 Legacy free/busy information no longer appears for appointments that are booked against a mailbox in Exchange Server 2007

940053 Error message when a user tries to access a mailbox and download e-mail messages by using a DAV e-mail client program: “HTTP 500 – Internal server error”

941655 The Store.exe process stops responding, and event ID 9659 is logged on an Exchange 2007 server

942424 On an Exchange Server 2007-based computer, the Microsoft Exchange Information Store service stops unexpectedly when you start the service or when you mount a database store

941851 An HTML e-mail message appears garbled in Outlook when you send the message to an Exchange 2007 user

935894 Web beacons and HTML forms in e-mail message attachments are blocked regardless of the FilterWebBeaconsAndHtmlForms parameter setting for the Outlook Web Access virtual directory in Exchange 2007

943264  The IMAP service returns an untagged EXISTS response before the EXPUNGE command in Exchange 2007

943149 You cannot type the Polish character “?” in the Subject box, in the To box, or in the Cc box when you compose an e-mail message in Outlook Web Access for Exchange 2007

943371 Event IDs 8206, 8213, and 8199 are logged in an Exchange 2007 environment

942647 The display name of an e-mail address is not encoded correctly according to RFC 2047 when you use extended characters in Exchange 2007

943479 Some source mailboxes are merged into one target mailbox after you use a Move-Mailbox cmdlet to migrate the mailboxes from an Exchange 2003 organization to an Exchange 2007 organization

944321 The Edgetransport.exe process may stop unexpectedly on an Exchange Server 2007-based edge server

938957 The GetItem operation in Exchange Web Service obtains duplicate strings in Exchange 2007

942418 The Subject line of a delegate e-mail message is corrupted in Outlook 2007

925252 The Store.exe process uses almost 100 percent of CPU resources, and the size of the public folder store increases quickly in Exchange 2007


Link zum Download

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyId=0B2993A3-D290-453E-85FE-108867865731

 
Weitere Informationen zum Update Rollup 6 bei Microsoft

http://support.microsoft.com/?kbid=942846

 
Installation des Update Rollup 6

! Hinweis !

Wenn eine Exchange Cluster Installation vorliegt, dann muss vor der Installation folgendes sichergestellt werden:

  • das Setup sollte zuerst auf dem passiven Knoten (Node B) durchgeführt werden
  • auf dem aktiven Knoten müssen alle Exchange Cluster Ressourcen beendet werden und der Cluster Service muss angehalten und möglichst auf Startart “deaktiviert” gestellt werden
  • nach erfolgreicher Installation muss der Cluster Service wieder reaktiviert werden
  • die Installation auf dem aktiven Konoten kann nach einem Schwenk der Ressourcen erfolgen
  • auch hier sollte der Cluster Service während der Installation gestoppt und deaktiviert werden

Gerade und besonders wenn Exchange Im Cluster betrieben wird, sollte vorab die Installation des Update Rollups in einer Testumgebung durchgeführt werden!

Die Installation in Bildern

Nach dem Starten des Setups wird geprüft, ob ausreichend freier Speicher auf der Festplatte zur Verfügung steht…
<Bild fehlt noch>

Das “Was bin ich? & wie gehts weiter?” Fenster kommt…
<Bild fehlt noch>

Die Exchange Dienste werden vom Setup beendet…
<Bild fehlt noch>

Nach erfolgreichem Beenden der Dienste werden die entsprechenden Dateien in das Exchange Programm-Verzeichnis und in das System32-Verzeichnis (im Windows-Verzwichnis) kopiert…
<Bild fehlt noch>

Wenn alles fehlerfrei funktioniert hat, wird der Admin mit der folgenden Meldung belohnt…
<Bild fehlt noch>

 
Ein Neustart des Exchange Servers wird nach der Installation des Update Rollups nicht immer gefordert. Ich empfehle diesen aber auf jeden Fall.

 
Links zum Thema
aktuell noch keine

 
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Exchange 2007 Update Rollup 6 Servicepack Hotfix KB942846

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Microsoft erhöht die Anzahl der zulässigen Serientermine in Kalendern bei Exchange 2007

Verfasst von Markus Mohmeyer am [12/12/2007]

Das Problem

Während einer Migration von Exchange 2000/2003 nach Exchange 2007 kann es zu Fehlermeldungen von der EXCDO-Schnittstelle kommen und im Application Eventlog auf dem Exchange 2007 Server können Fehler mit den Event IDs 8206, 8213 und 8199 gemeldet werden. Ich habe in diesem Blog Posting (KLICK!) bereits ausführlich über die Geschichte berichtet.

Zusammenfassend treten dann im wesentlichen folgende Probleme auf:

  • Es entstehen viele Exchange Transaktionsprotokolle (pro Minute ca. 45 Logfiles, also 45MB)
  • System Eventlog: Cluster resource ‘First Storage Group/Mailbox Database (<mailservername>)’ in Resource Group ‘<mailservername>’ failed.
  • System Eventlog: Event ID 1159: Database error 0xfffffd9a occurred in function JTAB_BASE::EcUpdate while accessing the database “First Storage Group\Mailbox Database”.
  • Wiederholtes, massives Auftreten folgender Events:
    • EXCDO 8206: Calendaring agent failed with error code 0×80040215 while saving appointment.
    • EXCDO 8213: Calendaring agent failed to update the free/busy cache during an appointment save or delete operation.
    • EXCDO 8199: Calendaring agent failed in message save notification with error 0×800703eb on User@domain.local: /Calendar/test meeting.EML.

Die Ursache

In der EXCDO Komponente von Exchange 2007 gibt es ein Limit, welches definiert, dass maximal 1300 so genannte “Recurring Appointment Masters” bestehen dürfen. Das bedeutet, wenn 1300 Serientermine bestehen (pro Terminserie zählt dabei immer nur der Erste), dann könnte Outlook folgende Fehlermeldung liefern, wenn ein weiterer Serientermin erstellt wird…

Hat ein Postfach vor der Migration nach Exchange 2007 bereits mehr als 1300 Serientermine im Kalender und wurde über Outlook Web Access (OWA) oder per Exchange ActiveSync (Mobile Device) Verbindung, welche ebenfalls über EXCDO geht, auf den Kalender zugegriffen, dann tritt das beschriebene Problem auf.

Das Limit besteht ausschließlich bei der Nutzung der EXCDO Komponente. MAPI Zugriffe sind davon nicht betroffen. Ein reiner Outlook-Anwender wird das Problem also nie bemerken. Erst wenn EXCDO (OWA, mobile Client, Entourage, etc.) ins Spiel kommt, wird im Arbeitsspeicher auf dem Exchange Server eine Tabelle erstellt, welche die “Recurring Appointment Masters” enthält. Diese Tabelle ist endlich und bei 1300 Objekten bestand bisher die feste Grenze.

Microsoft hat das Limit bei 1300 ursprünglich definiert, um einer denkbaren Endlosschleife bei Serienterminen entgegen zu wirken und um “Denial of Service Attacken” hinsichtlich des Kalenders im Zusammenhang mit Serienterminen zu verhindern.

 
Die Änderung

Selbst ich als “kleiner Exchange Admin” habe auf meinen Blog-Artikel hin aus der Welt von anderen Personen Hilferufe und dankbare Resonanz bekommen, weil man in den gleichen Fehler gelaufen war.
Microsoft hat erkannt, dass die Grenze des “Serientermin Limit” bei 1300 nicht optimal gesetzt war und so wird dies in Kürze mit einem entsprechenden Fix geändert.

Ein Limit der maximal möglichen Serientermine (bisher 1300 Einträge, wie bekannt) existiert aber nach wie vor. Es wurde jedoch auf ca. 21.000 mögliche “Recurring Masters” gesetzt und damit erheblich angehoben.

 
Der Fix wird verfügbar sein…

  • im “Update Rollup 6″ für Exchange 2007 RTM (Januar 2008)
  • im “Update Rollup 1″ für Exchange 2007 SP1 (Februar oder März 2008)
  • nicht aber im “Update Rollup 5″ und im Exchange 2007 SP1″ !!!

 
Links zum Thema

943371  Microsoft KB-Artikel zum Thema “Recurring Appointments”
Mein Blog-Artikel  Exchange 2007 “Calendaring Agent” meldet EXCDO Events bei mehr als 1300 Serienterminen
Blog-Artikel von Zyg Furmaniuk  How many Recurring Appointments Does it Take to Screw Up Outlook in E2K7?
MSXFAQ-Artikel  Tools: TerminCount

 

Keywords:  Exchange 2007 BUG EXCDO 8199 8206 8213 Serientemrine Recurring Appointments

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Service Pack 1 für Exchange 2007 ist da

Verfasst von Markus Mohmeyer am [30/11/2007]

Am 30. November 2007 hat Microsoft das Exchange 2007 Service Pack 1 veröffentlicht. Das SP1 wurde lange angekündigt und kommt neben diversen Bugfixes auch mit zahlreichen neuen Features um die Ecke. Um mal ein paar Stichworte zu nennen:

  • ActiveSync >>> Verbesserungen der Performance für Direct Push
  • OWA >>> Unterstützung für serverbasierende Regeln
  • OWA >>> Wiederherstellung gelöschter Elemente über den “Super-Papierkorb”
  • Exchange Management Konsole >>> Verwaltung von Öffentlichen Ordnern möglich
  • Exchange Management Konsole >>> Import und Export von Postfächern über .PST-Dateien
  • Clustering >>> Standby Continuous Replication (SCR)
  • Clustering >>> Performance Verbesserungen

Eine vollständige Liste von allen neuen SP1 Features findet ihr in diesem Blog Artikel von Daniel Melanchthon.
Im Technet Magazin gibt es in dem Artikel 16 neue Features in Exchange Server 2007 Service Pack 1 eine sehr gute Erklärung mit Bildern zu den wesentlichen neuen Features des Service Pack 1.

Für viele IT-Leiter und Administratoren ist das Exchange 2007 SP1 aber nicht nur ein Meilenstein bezüglich Fehlerbehebung und Funktionserweiterung. Lange Zeit galt die Devise “Installiere ein neues Produkt nicht vor dem Erscheinen des ersten ServicePacks”. Auch Exchange 2007 ist mit der RTM lange nicht perfekt gewesen und diverse Bugs und Stolperfallen sind aufgekommen. Ich habe selbst einige davon erfahren dürfen (Beispiel zeigt dieser Blog Artikel).

Ich gehe stark davon aus, dass viele Firmen erst mit dem Erscheinen von SP1 die Migration auf Exchange 2007 angehen.

 
Unter folgendem Link gibt es detaillierte Informationen (Release Notes):
http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=85381

Und hier stellt Microsoft das Paket in insgesamt 11 Sprachen zum Download bereit:
http://go.microsoft.com/fwlink/?LinkId=104387

 
Links zum Thema

http://www.msxfaq.de/admin/servicepack2007.htm
http://msexchangeteam.com/archive/2007/11/29/447611.aspx
http://heise.de/newsticker/meldung/99785

 
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Update Rollup 5 für Exchange 2007

Verfasst von Markus Mohmeyer am [29/10/2007]

Seit dem 25. Oktober 2007 gibt es für Exchange 2007 das “Update Rollup 5″.

 
Was ist ein “Update Rollup”?

Ein “Update Rollup” Paket ist ein Software-Paket, in dem sich eine Sammlung von wichtigen Softwareaktualisierungen (Hotfixes) befindet, welche die Funktion und/oder die Stabilität einer Software verbessert.
Für Exchange gibt es seit der Version 5.5 in regelmäßigen Abständen Update Rollups. Ein Update Rollup Paket mit einer höheren Versionsnummer beinhaltet alle Hotfixe der Vorgängerversion. Um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich Funktion und Stabilität zu sein, muss also immer die letzte Version des ServicePacks und die letzte Version des Update Rollups installiert werden.
Ein “Update Rollup” beinhaltet in der Regel keine “Security Hotfixe”. Diese müssen separat über Microsoft-/Windows Update installiert werden!

 
Faustregeln zur Implementierung

Gerade in kritischen Umgebungen, wo Hochverfügbarkeit eine Rolle spielt, ist es genau wie bei der Implementierung von ServicePacks immer ratsam eine Weile Zeit ins Land gehen zu lassen, bis man das Paket installiert. Grund dafür ist, dass sich Fehler in das “Update Rollup” eingeschlichen haben könnten, die erst nach Veröffentlichung bekannt werden.

  • Installation in einer nicht produktiven Testumgebung
  • Durchführung aktiver Tests (Standardfunktionen, Outlook-basierende Applikationen)
  • 2 bis 4 Wochen auf eventuelle Microsoft Meldungen hinsichtlich Problemen warten und Newsgroups lesen
  • Installation in Produktion und dokumentieren des genauen Vorgehens (vor Beginn Datensicherung!)

 
Probleme die das Update Rollup 5 behebt

940051 The recipient information in an e-mail message incorrectly contains the character string “%40″ in the address instead of the at sign (@) in Exchange Server 2007

940058 Non-English characters in the meeting description field are replaced by question marks when an Exchange Server 2007 user opens a meeting invitation that was sent by a Lotus Notes user

 
Link zum Download

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?
FamilyID=41ec35e7-79a0-4ecb-a644-1ece94178f9d

 
Weitere Informationen zum Update Rollup 5 bei Microsoft

http://support.microsoft.com/?kbid=941421

 
Links zum Thema
aktuell noch keine!

 
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Exchange 2007 Update Rollup Servicepack Hotfix KB941421

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Exchange 2007 "Calendaring Agent" meldet EXCDO Events 8199, 8206 und 8213 bei mehr als 1300 Serienterminen

Verfasst von Markus Mohmeyer am [28/09/2007]

Alarm Alarm

Was so sicher ist wie das “Amen in der Kirche”, das ist, dass aktuell sicher viele Exchange Systemingenieure, Administratoren und Dienstleister in Microsoft Exchange Umgebungen eine Migration von Exchange 2000/2003 auf Exchange 2007 durchführen. Dabei gibt es derzeit eine Besonderheit, in die vielleicht schon einige gelaufen sind ohne es zu wissen.

Es kam also der Zeitpunkt, dass nach einer ausführlichen und sauberen Exchange 2007 Planung, diversen Tests mit positiven Ergebnissen, auch die ersten produktiven Postfächer mit der Exchange 2007 Management Console auf den neu installierten Exchange 2007 CCR-Cluster migriert werden konnten. Unter Verwendung des “Move Mailbox Wizards” wurde jede Nacht zeitgesteuert ein Migrationsjob eingestellt, welcher anfangs eine kleine Anzahl und später auch viele Postfächer am Stück automatisiert nach Exchange 2007 migrierte.

Wir waren begeistert wie gut die Migration voran ging, bis eines Morgens das Monitoring System meldete, dass die Anzahl der Exchange Transaktionsprotokolldateien dramatisch anstieg und die Kapazität der DB Logfile-Festplatte gegen Null ging. Im letzten Blog Beitrag habe ich bereits von der Aktion mit dem vollgelaufenen Logfile-Laufwerk berichtet.

 
Such den Fehler

Ein Blick in die Windows Anwendungs-Eventlogs der beiden CCR-Cluster Knoten ließ uns “rot sehen“. Da waren endlos viele der folgenden drei Fehlermeldungen vorhanden, die sich ewig wiederholten…

Application Eventlog:

Event Type:     Error
Event Source:   EXCDO
Event Category: General
Event ID: 8199
Date:     21.09.2007
Time:     03:35:28
User:     N/A
Computer: <ClusterNodeName>
Description:
Calendaring agent failed in message save notification with error 0×800703eb on <EMailAdresse@domain.de>:

/Kalender/xxxxxyyyyyzzzzz.EML.

Application Eventlog:

Event Type:     Error
Event Source:   EXCDO
Event Category: General
Event ID: 8206
Date:     21.09.2007
Time:     03:35:28
User:     N/A
Computer: <ClusterNodeName>
Description:
Calendaring agent failed with error code 0×80040215 while saving appointment.

Application Eventlog:

Event Type:     Error

Event Source:   EXCDO

Event Category: General

Event ID: 8213

Date:     21.09.2007

Time:     03:35:28

User:     N/A

Computer: <ClusterNodeName>

Description:

Calendaring agent failed to update the free/busy cache during an appointment save or delete operation.

“Calendaring Agent” Fehlermeldungen also… ich erinnerte mich, dass wir unter Exchange 2000 schon einmal eine ähnliche Situation hatten… die Geschichte mit “MSExchangeFBPublish” und dem fehlenden Eintrag in der Registry. Eine kurze Suche in der Microsoft KnowledgeBase brachte mir dann auch wieder den Artikel, der damals geholfen hatte…

310440  You receive an “unable to perform the operation” error message when you save Calendar items in Exchange 2000 and Exchange 2003

Kurz die Werte in der Registry beider Clusterknoten überprüft und wir konnten ausschliessen, dass dies die Lösung war. Schade! Also weitersuchen…

Bei den sich wiederholenden Event IDs im Anwendungs-Eventlog war zu erkennen, dass es sich nicht nur um ein Postfach, sondern um mehrere, genau genommen um drei Postfächer handelte. Da bereits viele andere produktive Postfächer auf dem Exchange 2007 Server arbeiteten, konnten wir nicht lange experimentieren und so wurden die drei problematischen Mailboxen zurück nach Exchange 2000 verschoben.
Ich hatte die Vermutung, dass eventuell inkonsistente Elemente in den Postfächern waren und dass der “Move Mailbox Wizard” beim Zurückverschieben vielleicht diese Fehler erkennt, meldet und “korrigiert”, bzw. die möglichen defekten Elemente nicht mit verschiebt. Aber Pustekuchen! Auch nicht ein fehlerhaftes Element wurde beim zurück migrieren gefunden.

Immerhin war nach dem Verschieben der Postfächer jetzt aber Ruhe im Eventlog. Also als Gegenprobe das selbe Postfach wieder von Exchange 2000 Richtung 2007 zurück migrieren, in der Erwartung, dass der Fehler reproduziert werden kann.
Und wirklich… kaum liegt das eine der drei problematischen Postfächer wieder auf der 2007er Maschine – schon geht der Ärger wieder los und die “Calendaring Agent” Fehlermeldungen (EXCDO 8199, 8206 und 8213) kommen zurück. Nicht schön, aber immerhin ist eine Reproduktion möglich! :-)

Aufgrund der besonderen Brisanz der Situation, haben wir die folgenden Schritte gemeinsam mit MS PSS (Microsoft Product Support Services) durchgeführt.

Beim Öffnen eines Microsoft Case ist es immer von Vorteil direkt einen aktuellen ExBPA-Auszug und einen MPSReport mitzuschicken und so haben wir diese auch gleich noch schnell vorab eingesammelt.
Das Microsoft Exchange Support Team hat schnell die Brisanz der Situation erkannt. Der Case wurde entsprechend hoch priorisiert und nach wenigen Stunden und dem Durchlaufen der Standardanalysen hatten wir den passenden “Escalation Engineer” im Boot.

Wir kamen jetzt in die Situation, wo ein weiteres Postfach plötzlich begann die bekannten Fehler auf dem Exchange Server zu produzieren und auch dieses Postfach musste zur Sicherheit seinen Weg zurück nach Exchange 2000 gehen. Sehr seltsam alles… Postfächer, die offensichtlich unter Exchange 2007 erst sauber funktionieren und zu irgendeinem Zeitpunkt fehlerhaft werden und dann sogar den Server selbst stören. Alle Beteiligten forschten nun parallel in unterschiedliche Richtugen…

  1. Ich begab mich mit meinem besten “virtuellen Freund” GOOGLE auf die Suche nach dem Unbekannten
     
  2. Unser Microsoft Engineer forderte einige unserer Exchange Transaction Logs vom kritischen Zeitpunkt, um diese anhand eines interessanten Blog Artikels von Scott Oseychik hinsichtlich der Inhalte zu analysieren
     
  3. …und ein Kollege versuchte ein leeres Postfach auf Exchange 2007 mit Daten eines der kritischen Postfächer zu befüllen, um eine weitere Reproduktion zu erzielen

 
In die richtige Richtung geforscht

Kaum zu glauben, aber alle drei Richtungen in die wir forschten brachten Ergebnisse und trugen ein Puzzlestück zur Findung der Ursache bei.

Meine GOOGLE-Suche ergab, dass tatsächtlich zumindest noch ein weiterer Mensch auf dieser Welt exakt das gleiche Fehlerbild wie wir hatten. Zyg Furmaniuk aus Cambridge (Massachusetts) berichtet in seinem Blog Posting vom selben Problem und er liefert uns sogar handfeste Ergebnisse von seinen Analysen.

Der Ansatz unseres Microsoft Engineers brachte als Ergebnis, dass eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Transaktionen zu Terminen innerhalb der Logfiles zu sehen waren…


576 Geburtstag von J
576 ln) [Geburtstag%3B Nat
1107 IPM.Microsoft.ScheduleData.FreeBusy
1261 anrufen nicht vergessen) [Einkaufen%3B Geburtstag%3B Nat
6457 ln) [Party%3B Hans%3B Nat
6958 Geburtstag Markus
17397 IPM.Appointment.Termin
69758 IPM.Appointment.Termin
...

Die Aktion mit dem Import der Daten aus einem kritischen Postfach brachte das gleiche Ergebnis wie in Zyg Furmaniuks Blog Beitrag. Beim Import kam genau an der Stelle, bei der mehr als 1300 Objekte im Kalender waren die folgende Speicherfehlermeldung.

Für diesen Vorgang steht nicht genügend Arbeitsspeicher zur Verfügung.

 
Die Reproduktion des Fehlers ist denkbar einfach...

  • einfach 1300 Serientermine in einem Echange 2007 Postfach erstellen
  • beim Erstellen eines weiteren Serientermins kommt dann ohne Umwege die Fehlermeldung (unten)
  • im Exchange Application Eventlog tauchen die EXCDO Calendaring Fehler auf
  • und es ist auffällig, dass für einen Moment viele Exchange Transaktionprotokolle geschrieben werden

1301-Termine

 
Aber Was ist denn nun die Ursache?

Unser Microsot Engineer stellte nun weitere Nachforschungen an.
Und tatsächlich im Code von Exchange 2007 ist offensichtlch ein Verhalten ersichtlich, das auch in der Vergangenheit schon einmal existiert hat. Bei mehr als 1300 "Recurring Appointments" (Serienterminen) hat Exchange eine feste Begrenzung im Code und übergibt Outlook einen Speicherfehler.

Das unter Exchange 2000 und 2003 bestandene Verhalten wurde bereits mit folgenden Softwareaktualisierungen bei den "alten Exchange Versionen" behoben:

Etwas seltsam ist das Verhalten von Exchange 2007 selbst mit migrierten Postfächern, die über 1300 Serientermine aufweisen. Erst an einem undefinierten Zeitpunkt (dies ist offensichtlich nicht zwingend der Zugriff per MAPI oder Exchanage ActiveSync auf den Kalender) merkt Exchange, dass sich zuviele Serientermine im Kalender befinden. Wenn Exchange dies aber erkannt hat, dann versucht der "Calendaring Agent" permanent das Objekt neu zu schreiben. Damit beisst sich die Ratte in den Schwanz zu Lasten der Anzahl an Exchange Transaktionen.

 
Problem erkannt - Gefahr gebannt?

Nun ja, zwar lässt die manuelle Reproduktion des Fehlers nicht mehr als 1300 Serientermine zu, was aber tückisch zu sein scheint ist, dass der "Exchange 2007 Move Mailbox Wizard" bei der Migration der Postfächer die Kalender mit mehr als 1300 Serienterminen erst mal anstandslos migriert.
Als Workaround bleibt uns aktuell nur das Feststellen, ob mehr als 1300 "Recurring Appointments" (Serienterminen) in einem Postfach vorliegen und dann entsprechend das Verlagern des Postfachs auf einen Exchange 2000/2003 Server.

 
Zur Analyse gibt es vier gute Ansätze:

 
1.) Prüfung eines einzelnen Postfachs direkt über Outlook selbst

Eine einfache Variante ist es, dass Postfach mit Outlook primär zu öffenen, den Kalender auszuwählen und über folgenden Weg die Ansicht des Kalenders auf "Terminserien" umzustellen:

In Outlook 2003/2007...

  • Kalender auswählen
  • Menü "Ansicht" auswählen
  • Punkt "Aktuelle Ansicht" auswählen
  • Die Ansicht "Terminserien" aktivieren

Wenn man nun "Alle Gruppen reduzieren" (Rechtsklick im rechten Fensterbereich) wählt, dann bekommt man eine Übersicht über die Anzahl der Serientemrine im Kalender

 
2.) Prüfung eines einzelnen Postfachs über ein separates Outlook Profil in Verbindung mit einem kleinen VBScript von Microsoft PSS

Const olFolderCalendar = 9
Counter =0

Set objOutlook = CreateObject("Outlook.Application")
Set objNamespace = objOutlook.GetNamespace("MAPI")
Set objFolder = objNamespace.GetDefaultFolder(olFolderCalendar)

Set colItems = objFolder.Items

Set colFilteredItems = colItems.Restrict("[IsRecurring] = TRUE”)

For Each objItem In colFilteredItems
    Set objPattern = objItem.GetRecurrencePattern
    If objPattern.PatternEndDate > Now Then
        counter = counter + 1

    End If
Next

Wscript.Echo “Counter steht auf ..” & counter

Das VBScript durchläuft den Kalender Ordner des aktuellen Outlook Profils und zählt die vorhandenen Serienterminen, welche am Ende in einem Internet Explorer Fenster ausgegeben werden…

olcheckrecurring 
 
 
3.) Prüfung aller Postfächer zentral über das VBScript “TerminCount.vbs” von Frank Carius (MS Exchange FAQ)

Frank hat uns wie immer schnell und kompetent unterstützt und eines seiner bereits bestehenden Skripte umgeschrieben, welches per CDO über alle Exchange Postfächer läuft, die Anzahl der Serientermine zählt und diese in einer XML-Datei ausgibt.

Hier gehts zum Artikel auf der “MS Exchange FAQ”:
http://www.msxfaq.de/tools/termincount.htm

So schaut das ganze während der Analyse aus…

 termincount

 
4.) Prüfung von bereits auf Exchange 2007 migrierten Postfächern mittels PowerShell Befehl

Mit dem folgenden PowerShell Befehl kann man zwar nicht die Anzahl der Serientermine festellen, aber man kann zumindest prüfen ob Postfächer mit mehr als 1300 Terminen vorliegen, die dann z.B. weiter geprüft werden können…

Get-MailboxFolderStatistics -identity “mohmeyer” | ft folderpath,foldersize,itemsinfolder -AutoSize

folder-statistic-powershell


 
Die zentrale Frage:  BUG oder Feature?

Ob sich die Developer von Exchange 2007 mit dieser Grenze etwas gedacht haben, oder ob das in Exchange 2000/2003 bereits behobene Verhalten tatsächlich ein Codierungsfehler ist, der als BUG festgestellt wird, ist aktuell in Klärung. Ich werde hier im Blog zu entsprechender Zeit darüber berichten.

Mein Tipp ist, dass Microsoft in Kürze einen Hotfix dazu liefert, der sicher auch im nächsten Update Rollup Paket für Echange 20007 und vielleicht sogar auch noch im SP1 seinen Platz finden wird. Wir werden sehen.

 
Mein Fazit

Wer aktuell ein Exchange 2007 System aufbaut oder eine Exchange 2007 Migration durchführt, der sollte dringend prüfen, ob es Postfächer mit mehr als 1300 Serienterminen in der Umgebung gibt. Gerade wenn Mitarbeiter über Jahre mit Postfächern arbeiten, die nicht archiviert werden, oder wenn z.B. Kundendaten wie wiederkehrende Geburtstage gepflegt werden, dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass man in diese Problematik läuft. Die oben genannten Vorgehensweisen helfen bei der Festellung und beim umgehen des Fehlers.
Es hat sich auch einmal wieder gezeigt, wie wichtig und hilfreich ein entsprechender Supportvertrag mit Microsoft beim Betrieb einer komplexen Exchange Umgebung ist. Die Aktion hat ebenso deutlich gemacht, wie wichtig eine funktionierende Überwachung der Systeme ist und dass gerade dort im Zusammenhang mit Exchange nicht gespart werden darf.

 
Links zum Thema

Blogartikel von Zyg Furmaniuk aus Cambridge, der von selbem Problem berichtet
http://calendarservermigration.blogspot.com/2007/06/how-many-recurring-appointments-does-it.html

Blogartikel “Rough and Tough” guide to identifying patterns in Transaction Logs” von Scott Oseychik
http://blogs.msdn.com/scottos/archive/2007/07/12/rough-and-tough-guide-to-identifying-patterns-in-ese-transaction-log-files.aspx

Artikel zum VBScript “TerminCount.vbs” von Frank Carius
http://msxfaq.de/tools/termincount.htm

 
Keywords:  Exchange 2007 BUG EXCDO 8199 8206 8213 Serientemrine Recurring Appointments

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Disk full – zu viele Exchange Logfiles – Exchange 2007 CCR verhindert NTBackup die Bereinigung

Verfasst von Markus Mohmeyer am [24/09/2007]

Ein grauer Tag im Leben eines Exchange Administrators:

Du kommst ungewohnt früh und nichts Böses ahnend morgens ins Office und noch vor dem ersten Kaffee bombardiert das Monitoring System Dein Postfach derart extrem, dass Du augenblicklich wach bist. Angeblich soll sich der Exchange Store des neuen Exchange 2007 CCR Clusters auf die Seite gelegt haben.
 
Toller Witz, denke ich! Ein Blick auf den Kalender bestätigt, dass heute nicht der 1. April ist und mit einem weiteren Blick in den Windows Cluster Administrator zeigt mir ein rotes Pfeil-Symbol frech-freundlich an, dass die Ressource “First Storage Group/Mailbox Database” offline ist.

exchange-store-down

Zeit ein paar Blicke in die Windows Eventlogs zu riskieren…

System Eventlog:

Event Type:    Warning
Event Source:    Srv
Event Category:    None
Event ID:    2013
Date:        21.09.2007
Time:        03:33:48
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
The D: disk is at or near capacity.  You may need to delete some files.

Application Eventlog:

Event Type:    Error
Event Source:    ESE
Event Category:    Logging/Recovery
Event ID:    428
Date:        21.09.2007
Time:        03:36:34
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
MSExchangeIS (3520) First Storage Group: The database engine is rejecting update operations due to low free disk space on the log disk.

Application Eventlog:

Event Type:    Error
Event Source:    MSExchangeIS
Event Category:    General
Event ID:    9559
Date:        21.09.2007
Time:        03:36:34
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
The log disk is full for storage group “First Storage Group”. Attempting to unmount all databases in this storage group.

Application Eventlog:
Event Type:    Information
Event Source:    MSExchangeIS Mailbox Store
Event Category:    General
Event ID:    9539
Date:        21.09.2007
Time:        03:36:36
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
The Microsoft Exchange Information Store database “First Storage Group\Mailbox Database” was stopped.

System Eventlog:
Event Type:    Error
Event Source:    ClusSvc
Event Category:    Failover Mgr
Event ID:    1069
Date:        21.09.2007
Time:        03:36:41
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
Cluster resource ‘First Storage Group/Mailbox Database (<ServerName>)’ in Resource Group ‘<ResourceGroupName>’ failed.

Application Eventlog:
Event Type:    Error
Event Source:    MSExchangeIS
Event Category:    General
Event ID:    1004
Date:        21.09.2007
Time:        03:36:53
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
Unable to start the Microsoft Exchange Information Store. Disk is full.

Schauen wir uns in einer tabellarischen Übersicht die Meldungen mal genauer an und analysieren, was genau geschehen ist…

Zeit Eventlog Event ID Quelle Event Description Erklärung
03:33:48 System 2013 Srv The D: disk is at or near capacity.  You may need to delete some files. der Server-Dienst gibt eine Warnung, dass die Platte D: kurz davor ist voll zu laufen
03:36:34 Application 428 ESE MSExchangeIS (3520) First Storage Group: The database engine is rejecting update operations due to low free disk space on the log disk. In diesem Moment nimmt der Exchange Informationsspeicher Dienst keine Daten mehr an um zu verhindern, dass Inkonsistenzen entstehen
03:36:34 Application 9559 MSExchangeIS The log disk is full for storage group “First Storage Group”. Attempting to unmount all databases in this storage group. die Disk ist voll und der Exchange Informationsspeicher Dienst versucht alle Datenbanken sauber zu beenden
03:36:36 Application 9539 MSExchangeIS Mailbox Store The Microsoft Exchange Information Store database “First Storage Group\Mailbox Database” was stopped. die Datenbank “Mailbox Database” wurde erfolgreich beendet
03:36:41 System 1069 ClusSvc Cluster resource ‘First Storage Group/Mailbox Database (MAIL06ADD)’ in Resource Group ‘mail06add’ failed. jetzt “merkt” der Cluster Dienst, dass die Ressource ungeplant auf einen Fehler gelaufen ist
03:36:53 Application 1004 MSExchangeIS Unable to start the Microsoft Exchange Information Store. Disk is full. der Exchange Informationsspeicher versucht noch einmal seinen Dienst wieder aufzunehmen… aber erfolglos!

 

Okay. Die Exchange Datenbank ist offline, weil die D: Platte vollgelaufen ist. Auf D: liegen die Exchange Transaktionsprotokolle (DB Logfiles). Vermutlich hat eine große Menge an DB Logfiles die Platte zum Überlaufen gebracht.

Die Vermutung bestätigt sich. Wir haben über 99.000 Logfiles (fast 100GB!) auf der Platte liegen und nur noch wenige Bytes frei. Einen Moment denke ich darüber nach, ob wir den Store wieder online bekommen, wenn wir den Cluster schwenken, was natürlich nicht funktioniert, denn im Exchange 2007 CCR Cluster sorgt der “Microsoft Exchange Replication Service” dafür, dass die Logfiles zeitnah auf den passiven Knoten kopiert werden. Gut, suchen wir also weiter nach dem Übel des Problems.

Ziel ist es jetzt die Logfiles zu bereinigen um Platz auf dem Laufwerk zu schaffen und dem Store die Möglichkeit zu geben wieder online zu kommen. Jeder Exchange Administrator hat in seinem ersten Exchange Kurs gelernt, dass die DB Logfiles durch eine erfolgreiche und fehlerfreie Exchange Online Datenbanksicherung bereinigt werden. Also starten wir eine solche in der Hoffnung, dass am Ende die Logs bereinigt werden.

Im Eventlog sind im Anschluss daran folgende Einträge zu sehen…

Application Eventlog:
Event Type:    Information
Event Source:    NTBackup
Event Category:    None
Event ID:    8000
Date:        21.09.2007
Time:        8:01:18
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
Begin Backup of ‘<ServerName>\Microsoft Information Store\First Storage Group’

     Verify:  Off
     Mode:  Replace
     Type:  Normal

Application Eventlog:
Event Type:    Information
Event Source:    NTBackup
Event Category:    None
Event ID:    8001
Date:        21.09.2007
Time:        10:12:53
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
End Backup of ‘<ServerName>\Microsoft Information Store\First Storage Group’ ‘
The operation was successfully completed.’

     Verify:  Off
     Mode:  Replace
     Type:  Normal
Consult the backup report for more details.

Soweit alles gut. NTBACKUP meldet “The operation was successfully completed.” Das ist ja erst mal schön. Jetzt staunen wir aber nicht schlecht, als wir sehen, dass keinerlei Logs bereinigt wurden. Irgendwas scheint zu verhindern, dass trotz des erfolgreichen Backups die Logs nicht bereinigt werden können.

Um nun die Exchange Datenbank wieder online zu bekommen verschiebe ich jetzt erst einmal einige der ältesten Exchange Protokolldateien in ein Verzeichnis auf einer anderen Platte. Jetzt haben wir wieder einiges an Platz und die Cluster Ressource “Mailbox Database” lässt sich wieder starten. Damit können die Benutzer erstmal wieder arbeiten.

Aufgrund der besonderen Brisanz der Situation, haben wir die folgenden Schritte gemeinsam mit MS PSS (Microsoft Product Support Services) durchgeführt.

Einen Blick ins Filesystem der beiden Cluster Nodes brachte die Erkenntnis, dass auf dem aktiven Knoten 99583 Protokolldateien und auf dem passiven 99588 vorhanden waren… ein Zustand, den ich bis heute nicht verstehe. Normalerweise sollte die Anzahl der Logfiles auf dem aktiven Knoten etwas höher sein und auf dem passiven Knoten geringer, da Exchange die Logs vom aktiven zum passiven Knoten nachführt. Wie auch immer.
Im Ordner “Inspector” finden wir das Logfile E000003A60B.log. Das letzte replizierte Logfile ist E000003A60A.log um 3:16 Uhr morgens. Damit ist klar, dass die CCR Replikation unterbrochen ist und nicht funktioniert.

Gemeinsam mit MS PSS diskutierten wir welche Gründe es geben kann, dass eine Bereinigung der Logfiles nicht funktioniert. Die folgenden beiden TechNet-Artikel geben Infos darüber, dass Exchange DB-Logs nicht bereinigt werden, wenn es Probleme mit der CCR Replikation gibt, oder wenn eine Logfile defekt ist:

http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb123996.aspx
 
Note:

A common task during Exchange-aware backups is the truncation of transaction log files after the backup has completed successfully. The replication feature in CCR guarantees that logs that have not been replicated are not deleted. The implication of this behavior is that running backups in a mode that deletes logs may not actually free space if replication is sufficiently far behind in its log copying.

http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb218100.aspx
 

Explanation:

This Error event indicates one of two possible events:

  • As part of replication inspection, the Microsoft® Exchange Replication (MSExchangeRepl) service cannot remove a log file that failed inspection from the inspector directory.
  • As part of replication startup, the replication service cannot clean out old unrelated log files that were in the middle of being copied and inspected during a previous replication session. This error will occur if either of the following conditions is true:
      • There is an I/O exception.
      • There are incorrect file permissions when the replication service tries to delete the log file.

Replication for the given storage group goes into a failed state when the error occurs. As soon as the error is resolved, replication resumes.

Damit wäre erklärt, dass der “Exchange Replication Service” dafür gesorgt hat, dass NTBACKUP dies Logfiles nicht bereinigen konnten, da ja die CCR Replikation der Logfiles unterbrochen war.

 
Folgender Aktionsplan wurde nun durchgeführt…

1.) Exchange Management Shell (Powershell) öffnen

2.) Ausführen des Befehls “Suspend-StorageGroupCopy” (Anhalten der “CCR Replikation”) mit entsprechenden Parametern…

Suspend-StorageGroupCopy “<CMS Name>\SG Name>”

3.) Auf dem passiven CCR Knoten alle Dateien im Ordner “First Storage Group” samt Unterordner löschen

4.) Ausführen des Befehls “update-StorageGroupCopy” mit entsprechenden Parametern in der PowerShell…

Update-StorageGroupCopy “<CMS Name>\SG Name>”

Dadurch wird ein so genanntes “CCR Reseeding” eingeleitet. Dabei wird die Mailbox Datenbank auf den passiven Knoten kopiert, was je nach Größe der Datenbank eine Weile dauern kann.

>>> SCREENSHOT FEHLT NOCH <<<

5.) Ausführen des Befehls “resume-StorageGroupCopy” mit entsprechenden Parametern in der PowerShell…

Resume-StorageGroupCopy “<CMS Name>\SG Name>”

Wenn dieser Vorgang abgeschlossen ist, werden die Exchange Transkationsprotokolle kopiert, was im Hintergrund und ohne Fortschrittsanzeige geschieht.

6.) NTBACKUP starten und eine vollständige Exchange Online Datenbanksicherung durchführen…

onlinebackup

Jetzt macht es natürlich Sinn zu prüfen, ob das Backup fehlerfrei funktioniert hat und genau das überprüfen wir als nächstes.

Im Eventlog ist folgender Einträge zu sehen…

Application Eventlog:
Event Type:    Information
Event Source:    NTBackup
Event Category:    None
Event ID:    8001
Date:        21.09.2007
Time:        14:22:53
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
End Backup of ‘<ServerName>\Microsoft Information Store\First Storage Group’ ‘
The operation was successfully completed.’

     Verify:  Off
     Mode:  Replace
     Type:  Normal
Consult the backup report for more details.

Application Eventlog:
Event Type:    Information
Event Source:    ESE BACKUP
Event Category:    General
Event ID:    916
Date:        21.09.2007
Time:        16:32:39
User:        N/A
Computer:    <ClusterNodeName>
Description:
Information Store (3952) Deleting log files D:\exchsrvr\mdbdata\Mailbox\First Storage Group\Exxxxxxxxxx.log to D:\exchsrvr\mdbdata\Mailbox\First Storage Group\Eyyyyyyyyyy.log.

Nach gut 2 Stunden bangen und hoffen hatten wir also nun die Gewissheit, dass das Backup erfolgreich durchgelaufen ist und die Logfiles erfolgreich bereinigt wurden.

 
Mein Fazit

Ein Exchange 2007 CCR Cluster ist ein geniales und fehlertolerantes System. Gefährlich wirds, wenn die CCR Replikation aus irgendeinem Grund unterbrochen ist, da dann unter Umständen ein Exchange Onlinebackup nicht mehr die Exchage Transaktionsprotokolle bereinigen kann.
In jedem Fall ist es bei einem Exchange 2007 CCR Cluster unabdingbar eine funktionierende Überwachung samt Alarmierung zu haben. Nichts ist schöner, als wenn der Admin frühzeitig weiß, dass mit der CCR Replikation etwas nicht stimmt und dann entsprechend handeln kann.

Über den Grund, warum in so kurzer Zeit so extrem viele Exchange Logs entstanden werde ich in Kürze hier im Blog in einem separaten Posting berichten. Es lohnt sich also von Zeit zu Zeit hier mal vorbei zu schauen, oder direkt den folgenden RSS-Feed zu abonieren um über neue Beiträge informiert zu werden…


 

 

Links zum Thema

High Availability Cmdlets
http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb124727.aspx

Planning for Cluster Continuous Replication
http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb123996.aspx

Managing Cluster Continuous Replication
http://technet.microsoft.com/en-us/library/aa997676.aspx

The Microsoft Exchange Replication Service was unable to clean up an unneeded log file
http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb218100.aspx

MSXFAQ: Exchange 2007 – Cluster Continuous Replication
http://www.msxfaq.de/e2007/ccr.htm

 
Keywords:  Exchange 2007 CCR Cluster Reseeding Microsoft Exchange Replication Service

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Ausgabe einer Liste aller aktiven Exchange ActiveSync Benutzer unter Exchange 2007

Verfasst von Markus Mohmeyer am [23/09/2007]

Unter Exchange 2003 war es kein leichtes Unterfangen eine Liste aller Exchange ActiveSync Benutzer herauszubekommen.
Unter Exchange 2007 ist das unter Verwendung der Exchange PowerShell (Exchange Management Shell) mit einem einzigen Befehl sehr einfach möglich.

 
Ausgabe aller Postfächer die ein mobiles Gerät in Exchange ActiveSync registriert haben

Get-CASMailbox -ResultSize Unlimited | where {$_.HasActiveSyncDevicePartnership} | select DisplayName

Als Beispiel ist dieser Befehl hilfreich, wenn Postfächer zwischen Exchange 2007 Servern verschoben werden müssen. Wenn sich unter diesen Postfächern auch ActiveSync-aktivierte befinden, dann muss die ActiveSync Policy erneut gebunden werden, denn mit dem verschieben auf einen anderen Homeserver geht die an das Postfach gebundene EAS Policy verloren.
Mit Hilfe des Befehls kann also schnell herausgefunden werden, welche Postfächer man hier berücksichtigen muss.

Die Ausgabe in der Exchange Management Shell stellt sich dann so dar:

eas-abfrage

Der Befehl liest aus der “CAS Mailbox” alle Postfächer aus, die in Exchange ActiveSync ein Gerät registriert haben.
Der Befehl “select” am Ende gibt an, welcher Wert ausgegeben werden soll. Hier wird der “Display Name” angezeigt. Die Option “-ResultSize Unlimited” wird genutzt um alle Objekte auszulesen und darzustellen. Ohne Verwendung dieser Option würden nur 1000 Objekte im Active Directory untersucht und folgender Hinweis käme in der Shell:

WARNING: By default only the first 1000 items are returned.

 
Aktuellen Status eines Postfach anzeigen lassen, das für Exchange ActiveSync aktiviert ist

Die CASMailbox hat uns also verraten welches Postfach ein Gerät registriert hat. Nehmen wir als Beispiel an man möchte jetzt wissen, wann sich ein mobiles Gerät aus der Liste von oben das letzte Mal mit EAS verbunden, bzw. das letzet Mal erfolgreich synchronisiert hat.

Mit Hilfe des “CMDLET” Get-ActiveSyncDeviceStatistics kann man die Liste der Geräte anzeigen lassen, die mit dem Postfach eines Benutzers synchronisiert werden. Der Befehl gibt eine Statistik über jedes registrierte Gerät aus und liefert erweiterte Informationen. Darüber hinaus kann man vom mobilen Gerät sogar “Device Logs” anzeigen lassen, vorausgesetzt diese Option ist in Outlook Web Access (Konfigurationsdatei: web.config) aktiviert.

Hier der entsprechende Powershell Befehl:

Get-ActiveSyncDeviceStatistics -mailbox <MailboxAlias> | FL

Die Ausgabe in der Exchange Management Shell stellt sich für mein Postfach so dar:

eas-activesyncdevicestatus

Erklärung der Felder der Ausgabe:

Parameter Beschreibung
FirstSyncTime Datum an dem das mobile Gerät das erste Mal mit Postfach des Benutzers synchronisiert hat
LastPingHeartbeat Länge des letzten Heartbeat Intervalls
LastPolicyUpdateTime Zeitpunkt an dem das mobile Gerät das letzte Mal eine Aktualisierung der ActiveSync Richtlinie bekommen hat
LastPolicyUpdateRequestTime Zeitpunkt an dem das mobile Gerät das letzte Mal eine Anfordeung für eine Aktualisierung der ActiveSync Richtlinie gestellt hat
LastSyncAttemptTime Zeitpunkt an dem das mobile Gerät das letzte Mal versucht hat sich mit Postfach des Benutzers zu synchronisieren
LastSuccessSync Zeitpunkt an dem sich das mobile Gerät das letzte Mal erfolgreich mit Postfach des Benutzers synchronist hat
LastSyncResponseStatus Der letzte Statuscode an das mobile Gerät während der letzten Synchronisation gesendet
DeviceFriendlyName Der Anzeigename der Partnerschaft, der auf dem mobilen Gerät konfiguriert ist. Nachdem der Anzeigename konfiguriert ist, speichert das Gerät diesen Namen im Postfach des Benutzers
DeviceId Die DeviceID des Geräts, die im Postfach des Benutzers gespeichert ist
DeviceModel Das Gerätemodell. Diese Information ist im Postfach des Benutzers gespeichert
DeviceOperatorNetwork Der Mobilfunkbetreiber, der vom Gerät verwendet wird. Das Gerät speichert diese Informationen im Postfach des Benutzers
DeviceOSAgent Das Clientbetriebssystem, das auf dem Gerät ausgeführt wird. Das Gerät speichert diese Informationen im Postfach des Benutzers
DeviceOSLanguage Die Sprache des Betriebssystems auf dem Gerät
LastPingHeartbeat Die Zeitspanne, die seit der letzten Antwort vom Gerät vergangen ist. Auch bekannt als “Heartbeat”
DeviceWipeSentTime Zeitpunkt an dem der letzte “Remote Wipe” Befehl vom Server gesendet wurde
DeviceWipeRequestTime Zeitpunkt an dem der “Remote Wipe” Befehl auf dem mobilen Gerät aktiviert wurde
DeviceWipeAckTime Zeitpunkt an dem der Server die letzte “Remote Wipe” Bestätigung vom Client empfangen hat
RecoveryPassword Das Wiederherstellungskennwort für das Gerät

 

Links zum Thema

Get-CASMailbox – http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb124754.aspx
Set-CASMailbox – http://technet.microsoft.com/en-us/library/bb125264.aspx
Get-ActiveSyncDeviceStatistics – http://technet.microsoft.com/en-us/library/aa996908.aspx
Exchange Team Blog Artikel – http://msexchangeteam.com/archive/2007/05/30/439568.aspx

 
Keywords:  EAS Liste aktive Exchange ActiveSync Benutzer CASMailbox $_.HasActiveSyncDevicePartnership Powershell Management Shell

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Update Rollup 4 für Exchange 2007

Verfasst von Markus Mohmeyer am [31/08/2007]

Seit dem 23. August 2007 gibt es für Exchange 2007 das “Update Rollup 4″.

 
Was ist ein “Update Rollup”?

Ein “Update Rollup” Paket ist ein Software-Paket, in dem sich eine Sammlung von wichtigen Softwareaktualisierungen (Hotfixes) befindet, welche die Funktion und/oder die Stabilität einer Software verbessert.
Für Exchange gibt es seit der Version 5.5 in regelmäßigen Abständen Update Rollups. Ein Update Rollup Paket mit einer höheren Versionsnummer beinhaltet alle Hotfixe der Vorgängerversion. Um auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich Funktion und Stabilität zu sein, muss also immer die letzte Version des ServicePacks und die letzte Version des Update Rollups installiert werden.
Ein “Update Rollup” beinhaltet in der Regel keine “Security Hotfixe”. Diese müssen separat über Microsoft-/Windows Update installiert werden!

 
Faustregeln zur Implementierung

Gerade in kritischen Umgebungen, wo Hochverfügbarkeit eine Rolle spielt, ist es genau wie bei der Implementierung von ServicePacks immer ratsam eine Weile Zeit ins Land gehen zu lassen, bis man das Paket installiert. Grund dafür ist, dass sich Fehler in das “Update Rollup” eingeschlichen haben könnten, die erst nach Veröffentlichung bekannt werden.

  • Installation in einer nicht produktiven Testumgebung
  • Durchführung aktiver Tests (Standardfunktionen, Outlook-basierende Applikationen)
  • 2 bis 4 Wochen auf eventuelle Microsoft Meldungen hinsichtlich Problemen warten und Newsgroups lesen
  • Installation in Produktion und dokumentieren des genauen Vorgehens (vor Beginn Datensicherung!)


Probleme die das Update Rollup 4 behebt

930463  You receive NDR messages for some recipients when you send e-mail messages on an Exchange 2007-based server

937656  You experience problems in Outlook Web Access for Exchange 2007 after daylight saving time (DST) starts in New Zealand in 2007

936300  A mailbox move operation stops responding when you move a mailbox from an Exchange 2003 mailbox store or from an Exchange 2007 mailbox store to another Exchange 2007 mailbox store

932561  Appointments that are sent from one Exchange organization to another by using Exchange 2007 may be incorrect by one hour if one organization is in the Western Australia time zone

937861  You receive a non-delivery report (NDR) message when you try to send an e-mail message to a third-party connector address by using a third-party connector on an Exchange 2007-based computer

938359  The Microsoft Exchange Information Store service stops responding in Exchange 2007 after you enable the Standard Response option on a moderated public folder

940052  Error message when you use the Exchange Management Console to try to reconnect a mailbox to a user account: “The specified mailbox is not unique on database”

933314  Mobile devices cannot send e-mail by using the AirSync feature in an Exchange Server 2007 organization that has more than one thousand accepted domains

939560  Users cannot download offline address books in Exchange 2007 when you use Microsoft Solution for Hosted Messaging and Collaboration version 4.0


Link zum Download

http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=e56fc52a-216e-4225-bf2f-f082c20b7b21

 
Weitere Informationen zum Update Rollup 4 bei Microsoft

http://support.microsoft.com/kb/940006/de

Installation des Update Rollup 4

! Hinweis !

Wenn eine Exchange Cluster Installation vorliegt, dann muss vor der Installation folgendes sichergestellt werden:

  • das Setup sollte zuerst auf dem passiven Knoten (Node B) durchgeführt werden
  • auf dem aktiven Knoten müssen alle Exchange Cluster Ressourcen beendet werden und der Cluster Service muss angehalten und möglichst auf Startart “deaktiviert” gestellt werden
  • nach erfolgreicher Installation muss der Cluster Service wieder reaktiviert werden
  • die Installation auf dem aktiven Konoten kann nach einem Schwenk der Ressourcen erfolgen
  • auch hier sollte der Cluster Service während der Installation gestoppt und deaktiviert werden

Gerade und besonders wenn Exchange Im Cluster betrieben wird, sollte vorab die Installation des Update Rollups in einer Testumgebung durchgeführt werden!

Die Installation in Bildern

Nach dem Starten des Setups wird geprüft, ob ausreichend freier Speicher auf der Festplatte zur Verfügung steht…rollup4e2k7-00

Das “Was bin ich? & wie gehts weiter?” Fenster kommt…

Die Exchange Dienste werden vom Setup beendet…

 

Nach erfolgreichem Beenden der Dienste werden die entsprechenden Dateien in das Exchange Programm-Verzeichnis und in das System32-Verzeichnis (Windows) kopiert…

Wenn alles fehlerfrei funktioniert hat, wird der Admin mit der folgenden Meldung belohnt…

Ein Neustart des Exchange Servers ist nach der Installation des Update Rollups nicht notwendig.

Links zum Thema
aktuell noch keine!

 
Keywords:
Exchange 2007 Update Rollup 4 Servicepack Hotfix KB940006

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Outlook 2007 Beta und Zugriff auf Exchange 5.5/2000/2003

Verfasst von Markus Mohmeyer am [11/11/2006]

Seit dem 23. Mai 2006 ist “Office System 2007 Beta2″ für die Öffentlichkeit zugänglich. Immer wieder sind in den Outlook- und Exchange-Newsgroups Fragen zu lesen, die darauf schliessen, dass Anwender und sogar Administratoren das neue Outlook 2007 Beta2 in produktiven Umgebungen einsetzen.

Microsoft empfiehlt in der weiterführenden Dokumentation zu der Beta2-Version von Office 2007 ausdrücklich, dass diese Version nicht in der Produktion betrieben werden darf. Aber wer liest diese Info schon immer, wenn man doch übereifrig und neugierig auf ein komplett neues Outlook und dessen Features ist?

 
Ein kleiner Rückblick in die Vergangenheit

Als die finale Version von Outlook 2003 veröffentlicht wurde, dauert es nicht lange und in den Newsgroups standen erste Hilferufe, als ganz plötzlich in etlichen Umgebungen die Exchange 5.5 Informationsspeicherdienste nicht mehr reagierten und sich beendeten. Ich erinnere mich sehr genau, denn ich selbst war als Administrator auch Opfer dieser “Store Crashs”.


Was war passiert?

Outlook 2003 hat die Server-seitigen Regeln in einem Exchange 5.5 Postfach konvertiert und dies führte zu einer fehlerhaften Eigenschaft, womit der Store von Exchange 5.5 nicht umgehen konnte. Wurden derartige Regeln angewendet, hatte dies zur Folge, dass der Exchange 5.5-Informationsspeicher plötzlich und unerwartet nicht mehr reagierte oder sich beendete. Auch der Anwender von Outlook 2003 wunderte sich, dass Outlook ständig “wegflog”.
Schnell brachte Microsoft einen entsprechenden Hotfix für diese Anfälligkeit heraus, welcher Exchange 5.5 nach der Installation mit Outlook 2003 stabil laufen ließ. Nachzulesen ist dies auch in folgenden Artikeln:

834466 - The Information Store service and Outlook 2003 crashes intermittently when Outlook 2003 clients connect to a mailbox on an Exchange 5.5 server

Office Online Artikel – Critical Update for Exchange Server 5.5 Required Before Installing Outlook 2003


Ist Exchange 5.5 mit Outlook 2007 erneut gefährdet?

Die Antwortet (Stand Juli 2006) lautet NEIN.
Outlook 2007 kann sich nicht gegen einen Exchange 5.5 Server über die MAPI-Schnittstelle verbinden. Microsoft hat diese Begrenzung festgelegt und ab der Beta2 kommt nun auch folgende Fehlermeldung bei einem Zugriffsversuch in der genannten Konstellation:

Cannot open your default e-mail folders. The resource that you are trying to use is located on an unsupported version of Microsoft Exchange Server.

Es ist sehr unwahrscheinlich, aber natürlich nicht ausgeschlossen, dass Microsoft diese Begrenzung künftig noch entfernt.


Risiken beim Zugriff mit Outlook 2007 auf Exchange 2000 und 2003

Trotz zahlreicher und ausführlicher Tests (Microsoft intern und im Beta Programm) beim Zugriff von Outlook 2007 gegen Exchange 2000 und 2003 ist es natürlich nicht absolut auszuschließen, dass ähnliche Nebeneffekte auftreten, wie dies bei Outlook 2003 gegen Exchange 5.5 der Fall war. Gerade Beta Software hat noch Bugs und so ist es mehr als sinnvoll eine Schranke vor die Strasse zu bauen über die “Outlook 2007 Beta Autos” fahren können.

Ich selbst habe kürzlich in der von mir betreuten Exchange Umgebung im Exchange System Manager gesehen, dass sich Outlook 2007 Clients mit der Versionsnummer 12.x.xxxx.x gegen Exchange verbinden. Da kam ich dann ins Grübeln und entschloss mich dazu diesen Artikel zu schreiben.


Was kann ein Administrator tun, um den Zugriff von Outlook 2007 zu verhindern?

Es gibt die Möglichkeit mit Hilfe des Registry-Keys “Disable MAPI Clients“, welcher auf dem Exchange Server implementiert werden muss, eine oder mehrere MAPI-Versionen oder einen kompletten Bereich zu sperren. Der folgende Microsoft KB-Artikel ist die Grundlage dafür:

288894 – How to disable MAPI client access to an Exchange Server 2003 computer or to an Exchange 2000 Server computer


Die Zugriffs-Sperre – so wird’s gemacht

ACHTUNG: Ich habe die folgenden Informationen sauber recherchiert und getestet. Trotzdem ist nicht jede Umgebung identisch und auch mir passiert mal ein Tippfehler oder eine falsche Interpretation.
Für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Fehler meiner Beschreibung und Fehler beim Editieren der Registry geschehen, übernehme ich keine Garantie. Änderungen in produktiven Umgebungen sollten vor der Implementierung in einer identisch aufgebauten Testumgebung ausführlich getestet werden!

Ich erkläre im folgenden Beispiel, wie der Zugriff aller Versionen von Outlook 2007 bei Exchange 2000 und Exchange 2003 gesperrt wird. Es ist auch möglich einzelne Versionen zu sperren. Bis zur Veröffentlichung der “Final Release” macht es natürlich nicht unbedingt Sinn jede Version einzeln zu erfassen, wenn alle Versionen von Outlook2007 gesperrt werden sollen.

Wie im oben genannten KB-Artikel beschrieben, muss eine neue Zeichenfolge (REG_SZ) namens “Disable MAPI Clients” an folgender Stelle in der Registry plaziert werden:

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Services\MSExchangeIS\ParametersSystem

Jetzt muss noch der Wert der MAPI-Versionen festgelegt werden, dessen Zugriff verhindert werden soll.Schaut man im Exchange System Manager unter den Anmeldungen beim Mailbox Store, stellt sich das Format einer MAPI-Version des Outlook Clients wie folgt dar (Beipiel einer älteren Outlook 2007 Beta Version):

12.0.4017.1006

Der Bereich, den wir festlegen wollen muss nun in ein etwas anderes Format gebracht werden, damit der Exchange Store das Format richtig erkennt. Dazu wird die “.0.” in der Versionsnummer einfach weggelassen.

Wenn man also ausschließlich die im Beispiel oben genannte Versionsnummer sperren wollen würde, wäre dieses Format korrekt:

12.4017.1006

Um den kompletten Bereich der Outlook 2007 MAPI-Versionen zu sperren, ergibt sich folgender Wert:

12.0000.0-12.9999.9

Damit ist sichergestellt, dass alle denkbaren MAPI-Versionen von Outlook 2007 (Version 12) erfasst sind.In der Registry sieht das ganze dann wie folgt aus:

disable-outlook2007-connection

Sollen z.B. nur Beta Versionen von Outlook 2007 für den MAPI-Zugriff gesperrt werden, dann ist folgender Bereich zu wählen, da die RTM Version laut Jensen Harris (The Office 2007 UI Bible) voraussichtlich die Versionsnummer “12.0.4518.1014″ haben wird: 12.0000.0-12.4518.0

Ist der Wert korrekt eingetragen, muss bei der Verwendung von Exchange 2000 nun noch der Informationsspeicher Dienst neu gestartet werden.
Bei Exchange 2003 muss nur maximal 15 Minuten gewartet werden, da hier alle 15 Minuten Registry-Änderungen übernommen werden.

Wenn sich nun ein Outlook 2007 Client gegen den Server per MAPI verbindet, bekommt der Anwender laut Microsoft einen Hinweis mit folgendem Text:

Ihr Exchange Server-Administrator hat die Version von Outlook, das Sie verwenden, blockiert. Wenden Sie sich an ihren Administrator.

…oder…

Your Exchange Server administrator has blocked the version of Outlook that you are using. Contact your administrator for assistance.

Ich kann nach meinen Tests mit einer Outlook 2007 Beta (Version 12.0.4017.1006) jedoch nur folgende Meldung bestätigen:

Ihre Standard-E-Mail-Ordner können nicht geöffnet werden. Der Microsoft Exchange Server-Computer steht nicht zur Verfügung. Das Netzwerk antwortet nicht, oder der Server wurde für Wartungsarbeiten heruntergefahren

Es mag aber sein, dass die etwas sprechende Meldung in der Beta2 von Outlook 2007 nocht nicht implementiert war. Man wird es sehen, wenn die finale Version kommt.


Und jetzt noch ein paar Fakten aus der Praxis

  • In einer Exchange Cluster-Umgebung genügt es nicht nur die Cluster Ressorce “Exchange Information Store Instance” zu beenden und wieder zu starten. Hier muss zusätzlich im Windows Dienste Manager der Dienst “Exchange Information Store” neu gestartet werden, damit die Verbindungs-Sperre greift.
  • Die Verbindungs-Sperre greift für einen Outlook Client nicht, wenn dieser noch geöffnet war. Nach dem Re-Connect von Outlook gegen Exchange funktioniert der Zugriff noch. Zumindest konnte ich dieses Verhalten bei Exchange 2000 beobachten. Erst nach dem Neustart von Outlook wird der Zugriff verhindert und eine entsprechende Meldung kommt.
  • Die Zugriffs-Sperre greift nicht, wenn der Bereich des Registry Keys “Disable MAPI Clients” im folgenden Format angegeben wird: 12.0.0-12.9.9
    So ist es richtig und so funktioniert es auch nur: 12.0000.0-12.9999.9
  • Wenn eine einzelne Version von Outlook 2007 gesperrt werden soll, dessen Version unbekannt ist und welche ermittelt werden soll, dann ist die Versionsnummer der Datei “Emsmdb32.dll” auf dem Client relevant. Es ist ein Trugschluss, dass die Dateien Outlook.exe, Outlib.dll oder Msmapi32.dll hierfür zutreffen.
  • Diese ganzen Einstellungen sollten natürlich dokumentiert und nicht vergessen werden. Es kommt die Zeit, wo Outlook 2007 “final wird” und spätestens wenn die Freigabe des Zugriffs in Produrion für “OL2k7″ erteilt wird, sollte sich der Exchange Administrator wieder an diese Aktion erinnern!


Links zum Thema

256986 – Beschreibung der Microsoft Windows-Registrierung

328240 – How to put server-side restrictions on clients that are used to access Exchange 2000 mailboxes

288894 – XADM: Feature to Disable MAPI Client Access

Artikel “Exchange und Outlook Build Nummern” von Frank Carius:
http://www.msexchangefaq.de/admin/build.htm

 

Keywords: Outlook 2007 Beta Disable MAPI Clients Versionsnummer sperren

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Exchange installiert – Was nun?

Verfasst von Markus Mohmeyer am [12/09/2006]

Wer sich mit Windows Servern im Allgemeinen und dem Active Directory auskennt und erste Erfahrungen mit Outlook und Mailservern gesammelt hat, der wird es mühelos schaffen den Microsoft Exchange Server zu installieren. Die Installation eines Exchange Servers ist heute aufgrund der ausgefeilten Menüführung des Exchange SETUP-Programms und deren Assistenten nicht mehr wirklich ein großes Kunststück. Frank Carius erklärt auf der folgenden Seite exemplarisch, wie man eine Exchange Installation und deren Fundamente planen und umsetzen kann: http://www.msexchangefaq.de/howto/e2kpaket.htm

Mit dem erfolgreichen Beenden des Exchange SETUP ist es aber noch nicht getan, wenn man eine Exchange Umgebung ausfallsicher, stabil und erfolgreich betreiben möchte.
Exchange wurde frisch installiert – Was ist als nächstes zu tun?
Exchange 200x optimiert sich in vielen Punkten intern völlig eigenständig. Eine Exchange Leistungsoptimierung (Performance Wizard), die unter Exchange 5.5 regelmäßig manuell ausgeführt werden musste (insbesondere nach der Installation), gibt es unter Exchange 200x nicht mehr. Das heißt aber lange nicht “alles ist schick” und wir können uns entspannt zurücklehnen. Es gibt einige wichtige Punkte zur Optimierung von Exchange die getan werden müssen, um das frische “Exchange Klima” zu erhalten und zu verbessern.
Die folgenden Punkte sind keineswegs vollständig und jede Umgebung ist individuell und nicht immer vergleichbar. Dennoch versuche ich einmal eine Übersicht der wichtigsten Punkte zu dokumentieren, die nach der Beendigung des Exchange SETUPs umgesetzt, bzw. bedacht werden sollten:


1.) Der richtige Ort für die Daten

Die Aufteilung der Exchange Programm- und Datenbank Dateien sollte eigentlich jeder Exchange Administrator in einem Kurs gelernt haben, bevor er Exchange installiert.
Jetzt ist also die Zeit gekommen, um die Exchange Datenbanken und die Exchange Transaktionsprotokolle (DB Logfiles) auf die geplanten und endgültigen Datenträger zu verschieben.
Wenn die Planung richtig durchgeführt wurde, sollten separate Datenträger für die verschiedenen Exchange Komponenten (Postfach Datenbank, öff.Ordner Datenbank, Transaktionsprotokolle, SMTP Queue) verwendet werden.
Die Exchange Datenbanken gehören auf ein RAID 0+1 Array (RAID 5 ist für kleine Umgebungen auch denkbar) und die Exchange Logfiles kommen optimaler Weise auf ein RAID 1. Pflicht-Lektüre ist hier auf jeden Fall der Artikel “Optimizing Storage For Exchange Server 2003″ [http://www.microsoft.com/technet/prodtechnol/exchange/2003/library/optimizestorage.mspx]


2.) Service Pack & Hotfixe

Mit den Exchange Service Packs stellt Microsoft den Betreibern von Exchange Aktualisierungs-Pakete zur Verfügung, um Fehler zu beheben, um Exchange zu stabilisieren und um Funktionen zu erweitern.
Auch Service Packs sind nicht immer fehlerfrei und aus diesem Grund werden von Microsoft einzelne kleine Pakete geschnürt, die meistens genau einen Fehler beheben. Dieses kleine “Medikament” ist dann der so genannte “Hotfix”.
Bis zur Erscheinung eines neuen Exchange Service Packs werden alle paar Monate “Update Rollup Pakete” erstellt. Diese beinhalten alle bis dato erstellten Hotfixe nach einem bestimmten Service Pack.
Hier die Links zu den aktuellen Service Packs für die unterschiedlichen Exchange Versionen (Stand September 2006):

Exchange 5.5
Service Pack 4 für Exchange 5.5
Update Rollup für Exchange Server 5.5 SP4 (November 2004) [http://support.microsoft.com/?kbid=841765]

Exchange 2000
Service Pack 3 für Exchange 2000
Update Rollup für Exchange 2000 SP3 (August 2004)

Exchange 2003
Service Pack 2 für Exchange 2003


3.) Datensicherung und ein Desaster-Recovery Plan

Die Einrichtung eines funktionierenden Exchange Backups ist Pflicht und keine Kür für jeden Administrator, der Exchange installiert hat! Immer wieder lese ich in der deutschen Exchange Newsgroup Hilferufe zum Thema “Wie repariere ich meine Exchange Datenbank? … Ich habe leider kein funktionierendes Backup!”
Wenn noch keine fundierte Backup-Strategie unter Verwendung eines Drittproduktes, wie z.B. “Veritas Backup Exec” oder vergleichbaren Programmen geplant wurde, dient als gute Basis für die Sicherung von Exchange das Windows eigene Backup Programm (NTBACKUP.EXE).
NTBACKUP wird durch die Installation von Exchange mit den Features zur “Online Datenbank-Sicherung? von Exchange erweitert. So ist leicht eine Sicherung der Exchange Datenbanken im laufenden Betrieb auf eine separate Festplatte möglich.

Der folgende MSKB-Artikel ist eine gute Hilfe für den Umgang von NTBACKUP mit Exchange: “How to Back Up and Restore an Exchange Computer by Using the Windows Backup Program” [http://support.microsoft.com/?kbid=258243]

Viel wichtiger als das funktionierende Backup ist aber ein funktionierendes Restore!!! Denn wenn der Backup-Job fehlerfrei durchläuft heißt das noch nicht, dass auch der Restore-Prozess sauber funktioniert. Hier ist definitiv ein ausführliches Testen angesagt. Unter “Punkt 10.)” wird später noch das Thema “Testumgebung” angesprochen. Regelmäßige Backup- und Recovery-Tests sind für einen Exchange Admin also eine wichtige Sache. Gerade um im Training zu bleiben … denn nicht immer ist ein Restore-Verfahren einfach aus dem Ärmel zu schütteln und wenn man das ganze Procedere eine längere Weile nicht mehr geübt hat, dann schmeißt unser Gehirn die Infos bei einer nächtlichen “Datenbankbereinigung” (=Traum) irgendwann über den Haufen :-)


4.) Virenscanner

Wer betreibt heute noch einen PC ohne Virenscanner? Genau … niemand! (jedenfalls theoretisch:-)
Exchange ist eine der anfälligsten Server Applikationen wenn es um den Aspekt der Anfälligkeit von Viren geht. Ein Virenscanner ist also für Exchange überlebenswichtig! Ich spreche hier nicht von einem Datei-basierten Virenscannner, sondern von einem speziellen Virenscanner für die Exchange Datenbanken und den Exchange Nachrichtenfluss, wie z.B. “Microsoft Antigen” oder “Trendmicro Scanmail”. Ein Datei-basierter Virenscanner sollte auf einem Exchange Server nur mit Vorsicht in Betrieb genommen werden. Zumindest die Datenbank-Verzeichnisse müssen vom aktiven Scanprozess ausgeschlossen werden. Aber auch dann besteht noch die Möglichkeit, dass Datei-basierte Virenscanner im Arbeitsspeicher des Exchange Servers Fragmente als Viren erkennen und Exchange zum Absturz bringen.

Im folgenden MSBK-Artikel ist beschrieben, warum Microsoft den Einsatz eines Datei-basierten Virenscanners nicht empfiehlt: “Overview of Exchange Server 2003 and antivirus software
Hier gibt es Tipps für Antivirus Software Lösungen für Exchange: “Exchange Server Partners: Antivirus, Antispam


5.) Anti-Spam Strategie

In der heutigen Messaging Welt ist es nicht mehr möglich ohne Spamschutz zu arbeiten. Client-Lösungen wir die Outlook “Junk-E-Mail-Filter Funktion” genügen in einem Unternehmens-Umfeld nicht mehr, um effektiv vor Spam zu schützen. Eine Server-basierte Lösung muss her. Exchange bietet hierzu selbst die “Intelligent Message Filter” (kurz: IMF) an, welche eine gute Grundlage für einen Spam-Schutz sind. Eine sehr clevere Alternative bietet die Firma NetAtWork mit ihrem Produkt “NoSpamProxy” unter http://www.nospamproxy.de an. Sofern aus politischen oder technischen Gründen nicht zwingend ein Quarantäne-Bereich benötigt wird, ist NoSpamProxy eine optimale Ergänzung beim Kampf gegen Spam. Das Prinzip lautet hier: Abwehren anstatt sortieren. Der Clou ist die Trennung des eingehenden Verbindungsweges einer E-Mail, sofern diese den Spam-Kriterien entspricht.

Welche Lösung auch immer gewählt wird ? wichtig ist: Es wird überhaupt eine gewählt!


6.) Systemrichtlinien für Postfachspeicher und Nachrichtenrouting

Dieser Punkt ist eher etwas für mittlere und große Unternehmen.
Umgebungen, in denen die Installation von vielen Exchange Servern geplant ist, wird der Einsatz von Systemrichtlinien sehr hilfreich sein. Vergleichbar mit der Verwendung von Gruppenrichtlinien für Clients und Server gibt es die Systemrichtlinien für Exchange, welche im Exchange System Manager eingestellt und konfiguriert werden können. Exchange Systemrichtlinien übernehmen/verteilen zentrale Einstellungen auf Exchange Server.

Zwei sehr gute Informationsquellen zum Thema “Systemrichtlinien für Exchange” sind:
http://www.msexchange.org/tutorials/Implementing_System_Policies.html (englisch)
http://www.msxfaq.net/server/serverrichtlinien.htm (deutsch)


7.) Exchange Optimierung durch Tools

Das Optimierungs-Tool schlechthin, wenn es um die Optimierung und Absicherung eines Exchange Server geht ist das Microsoft eigene Tool “Exchange Best Practices Analyzer” (kurz: ExBPA). Der ExBPA überprüft anhand eines Regelwerks, welches vom Microsoft Exchange Produkt-Team ständig aktualisiert wird, ob sich in der Exchange Umgebung Fehler und Punkte zur Verbesserung finden. Nach der Prüfung mittels ExBPA wird direkt eine Ergebnisliste mit Maßnahmen zur Problem-/Fehler-Behebung ausgegeben. Dieses Werkzeug ist gehört wirklich ganz nach oben in die “Toolbox des Exchange Admins”!
Hier noch ein Link zu Frank Carius? ExBPA-Seite mit weiterführenden Informationen und verschiedenen Screenshots: https://www.msxfaq.de/tools/exbpa.htm

Hier eine kleine Sammlung der wichtigsten kostenlosen Tools neben dem ExBPA zur weiteren Befüllung der “Toolbox”:

ExBPA
Bereits genannt und zentrale Komponente zur Optimierung von Exchange

ExMerge
Postfachinhalte exportieren, kopieren, archivieren

ExMon
Serverseitige Auswertung der MAPI-Zugriffe

WinRoute
Kontrolle und Fehlersuche im Exchange Nachrichtenrouting

ADModify
Massenänderung von Attributen im Active Directory

PFInfo (noch keinen öffentlichen Link gefunden!)
Rechte von Öffentlichen Ordnern auslesen

PFDAVAdmin
Rechte von Öffentlichen Ordnern zentral vergeben

MBConn
Erneutes Verbinden von getrennten Mailboxen


8.) Die Überwachung
der Systeme

Einen funktionierenden und fehlerfreien Exchange Server im Betrieb zu haben ist gut. Besser ist es aber auch sicherzustellen, dass dieser Status so bleibt und automatisch auf Fehler prüfen zu lassen. Für die Überwachung von Exchange gibt es zahlreiche Anbieter von Software. Kleinere Tools, wie z.B. “Servers Alive“, WhatsUp oder HostMonitor werden gerne von kleineren Firmen eingesetzt, weil sie wenig kosten. Diese kleinen Lösungen überwachen aber meist nur die Erreichbarkeit des Servers, das Netzwerk und einzelne Dienste, was nicht immer ausreichend ist.

Microsoft selbst bietet die Überwachungslösung “Microsoft Operations Manager” (kurz: MOM) an, welche heute der “quasi Standard” der Exchange Überwachung ist. Der Ansatz von MOM ist deshalb so genial, weil die Exchange Produktgruppe von Microsoft selbst für die Aktualität der Überwachungsparameter in den so genannten “MOM Management Packs”, also den Sammlungen von zu überwachenden Standard Parametern verantwortlich ist. Immer wenn z.B. durch ein neues Service Pack für Exchange neue Funktionen bereitgestellt werden, stellen die Exchange Entwickler durch Aktualisierung der Management Packs sicher, dass die neuen Funktionen auch mit überwacht werden können.
Man darf natürlich nicht verheimlichen, dass MOM auch eine kleine Stange Geld kostet, aber im Verhältnis zu anderen Anbietern von größeren Überwachungslösungen ist das Lizenzmodell von MOM wiederum günstig.

Wenn es dann doch eine kleine oder selbst definierte Überwachung werden soll, sind in einer Exchange Umgebung mindestens folgende Bereiche zu prüfen:

Hardware CPU, Speicher, Festplatte, Lüfter, Grafikkarte, usw.
System Das Betriebssystem und deren Parameter (z.B. Eventlogs, freier Speicher, Counter)
Applikation Exchange und deren Betriebsparameter (Dienste, Performance Counter, Eventlogs)
Sicherheit Windows Hotfixe, Berechtigungen


9.) Aufbau von “Exchange Know How”

Als “NewBe” tut man gut daran einige grundlegende Exchange Schulungen zu besuchen. Weiterhin macht es durchaus Sinn den einen oder anderen “Exchange Blog” zu lesen. Es muss ja nicht zwingend mein Blog sein, obwohl ich mich natürlich darüber freue! :-) Der “Microsoft Exchange Team Blog” (in englisch) ist allerdings wirklich eine absolute Pflicht-Lektüre für einen Exchange Admin.

Eine Webseite, die ebenfalls regelmäßig besucht werden sollte ist …

http://www.msexchangefaq.de (Frank’s MS Exchange FAQ)

Eine bessere Quelle um deutschsprachige technische Informationen und Neuigkeiten rund um das Thema Exchange und was damit verbunden ist zu bekommen gibt es meines Wissens nicht! Frank Carius (MVP für Exchange) stellt dort regelmäßig neue technische Beiträge bereit.

Ein Exchange Admin sollte auch zum Thema OUTLOOK einiges an Wissen vorweisen können. Hier sind zwei Seiten besonders nennenswert:

1. http://www.docoutlook.de/ (Peter Raddatz? ausführliche FAQ Seiten)
2. http://www.msoutlookfaq.de/ (Martin Stolz? Sammelwerk von Fragen und Antworten)

Neben der Möglichkeit sich auf Webseiten zu informieren, gibt es auch in der Microsoft Community Welt (http://www.microsoft.com/germany/community/default.mspx) hervorragende Möglichkeiten sich weiterzubilden und Antworten auf ungeklärte Fragen zu finden. Die folgenden Newsgroups stehen hier zum Thema Outlook und Exchange im Fokus:

news:microsoft.public.de.exchange
(Die deutsche Exchange Newsgroup)

news:microsoft.public.de.german.exchange2000.general
(Die deutsche Exchange 2000 Newsgroup)

news:microsoft.public.de.outlook
(Die deutsche Outlook Newsgroup. Hier bin auch ich aktiv und regelmäßig tätig und gebe Hilfesuchenden Community Mitgliedern Antworten zu kniffeligen Fragen)


10.) Dokumentation der Umgebung

Dokumentation ist ein Thema, welches die meisten Admins eher langweilt und das man gerne vor sich her schiebt. Spätestens wenn es einmal zu einem Systemausfall eines Exchange Servers kommt, wobei der Server komplett neu aufgesetzt werden muss, wird verstanden, warum es so wichtig ist die Exchange Umgebung sauber und detailliert zu dokumentieren.

Hier warte ich eigentlich schon lange auf ein leistungsstarkes Tool von Microsoft, welches dem Exchange Admin die Arbeit bei der Dokumentation erleichtert. Es gibt einige Tools, die beim dokumentieren unterstützen, aber es gibt kein All-In-One Produkt, welches anhand einer festgelegten Gliederung alle Parameter einer Exchange Umgebung einfängt und übersichtlich (auch als Grafik) darstellt.
Folgende altbewährte Tools helfen dabei die Parameter einer Exchange Umgebung zu erfassen:

1. Der “Exchange Best Practices Analyzer” (ExBPA)
kann hier prima zur Dokumentation der Exchange Umgebung genutzt werden.

2. Das “Exchange Server Topology Diagramming Tool” (ExMap)
gibt es schon seit längerer Zeit. Es stellt eine Exchange Organisation grafisch als Visio-Sheet dar.

3. Das Programm “ExchDump
exportiert Konfigurationsinformationen in Form von HTML/XML

4. Eine “beispielhafte Exchange Konzeption
stellt Frank Carius als PDF-Datei auf seiner MSXFAQ zur Verfügung.

5. Unter dem Punkt “Dokumentation” auf der MSXFAQ
hat Frank Carius bereits einen eigenen Bereich erstellt (noch ohne vollständigen Inhalt). Wir dürfen gespannt auf die Inhalte sein.


11.) Support durch externe Unterstützung

Selbst der beste Exchange Admin kommt irgendwann in Situationen, wo zusätzlich Hilfe benötigt wird. Gut, wenn man sich im Laufe der Zeit sein eigenes “Menschliches Netzwerk” aufbaut und Personen kennt, die man zu Rate ziehen kann. Folgendes kann ich aus meiner langjährigen Erfahrung mit Exchange und Outlook nur dringend empfehlen:

1. Microsoft Support nutzen
Je nach Größe des Unternehmens und je nach Priorität des Mailsystem sollte ein passender Support Vertrag mit Microsoft oder zumindest ein gewisses Kontingent an mögliches Calls (Cases) vorhanden sein.

2. Externes Consulting inklusive Hotline
Es macht mehr als Sinn sich Firmen mit unabhängigen Exchange Beratern zu suchen und dabei auch sicherzustellen, dass bereits eine gewisse mehrjährige Exchange Praxis-Erfahrung der oder des Beraters vorhanden ist. Wenn wirklich einmal Not am Mann ist, ist ein Consultant in der Nähe schnell vor Ort. Eine rasche Unterstützung des Microsoft Supports kann mitunter länger dauern, da der Consultant vor Ort ohne längere telefonische Erklärung und ohne Verzögerung Mails direkt ans Werk gehen kann. Es sollte geprüft werden, ob die Consulting Firma eine Microsoft Zertifizierung (z.B. Microsoft Partner) vorweisen kann.


12.) Testumgebung

Es kommt die Zeit in der die Exchange Umgebung erweitert werden soll. Gemeint ist hier die Installation von zusätzlicher Software, wie z.B. eines neuen AntiSpam-Tools, oder einer neuen Version des Exchange Virenscanners oder einfach nur die Installation eines neuen ServicePacks oder Hotfixes für Exchange. All diese Aktionen können funktionieren, wenn man sie in der produktiven Umgebung installiert. Aber wehe, wenn einmal etwas schief geht und man ist auch noch selbst Schuld an dem Fehler, weil die Installation zum ersten mal gemacht wurde und man einen “Stolperstein” nicht beachtet hat. Möglicherweise steht nun der komplette Exchange Server still und niemand kann mehr mit Outlook neue Mails empfangen.
Nun ja…wenn wir jetzt rechtzeitig den “Punkt 3.)” meiner Sammlung hier beachtet haben, gibt es ja ein funktionierendes Backup inklusive des funktionierendem Restores :-)

Eine Testumgebung, welche im Optimalfall ein 1:1 Abbild der Produktion darstellt, ist also immer dann sinnvoll, wenn neue Software, ServicePacks oder Hotfixe zur Installation anstehen. Zuerst das Ganze in in der Testumgebung installieren und dann ab damit in die Produktion. Auch spezielle Exchange Einstellungen können bestens in der Testumgebung vorher ausprobiert werden.

Hier noch ein Link zum Thema “Testumgebung” zur MSXFAQ, wo Frank Carius beschreibt, wie ein Testfeld aufgebaut werden kann: http://www.msexchangefaq.de/konzepte/testfeld.htm

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Exchange Installation Optimierung Best Practice

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Zugriff auf ein Postfach sperren

Verfasst von Markus Mohmeyer am [28/07/2006]

 

 
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MS06-019 und die SendAs Funktionsänderung in Exchange

Verfasst von Markus Mohmeyer am [11/05/2006]

Kaum ist die Funktionsänderung von “Send As” verkündet, über die ich im vorherigen Blog Beitrag berichtet habe, entstehen auch schon die ersten Unklarheiten.

Der letzte Security Bulletin MS06-019 vom 09. Mai 2006 zu Microsoft Exchange, der eine kritische Sicherheitslücke (Remote Code Execution) behebt, kommt mit 3 Hotfixen für verschiedene Exchange Versionen und ServicePack Stände. Jeder der drei Hotfixe bringt unterschiedliche Versionen von Exchange System Dateien mit sich.
Nun stellt sich die Frage, ob auch die STORE.EXE von Exchange in der Version angehoben wird, so dass wiederum die “SendAs Funktionsänderung” in Kraft tritt?

Kurze Antwort: Nur der Hotfix für Exchange 2003 SP1 führt zu der Veränderung. Die anderen beiden nicht.

Die folgende Tabelle zeigt, welche Dateien samt Version die einzelnen Hotfixe bringen…

 
MS06-19 für Exchange 2003 Service Pack 2

File name Version Datum Zeit Größe
Cdoex.dll 6.5.7650.29 03. Feb 06 23:08 3,943,936
Excdo.dll 6.5.7650.29 04. Feb 06 00:18 3,629,056

 

MS06-19 für Exchange 2003 Service Pack 1
(Dies ist die einzige Version, welche die SendAs-Funktion ändert !!!)

File name Version Datum Zeit Größe
Cdoex.dll 6.5.7233.69 28. Jan 06 02:54 3,927,552
Excdo.dll 6.5.7233.69 28. Jan 06 02:55 3,672,576
Mdbmsg.dll 6.5.7233.69 28. Jan 06 01:19 3,269,632
Redir.asp   04. Jun 05 01:56 3,304
Store.exe 6.5.7233.69 28. Jan 06 01:03 4,834,816

 

MS06-19 für Exchange 2003 Service Pack 3

File name Version Datum Zeit Größe
Cdoex.dll 6.0.6618.4 31. Jan 06 19:18 3,985,408
Excdo.dll 6.0.6618.4 31. Jan 06 19:18 3,665,920

 

Mein Fazit

WENN Exchange 2003 mit Service Pack 1 betrieben wird UND z.B. Blackberry eingesetzt wird (oder andere Anwendungen, welche die „Send As“ Berechtigung benötigen) UND der Hotfix MS06-19 installiert wird DANN werden Probleme mit der Blackberry Funktionalität oder anderen Anwendungen entstehen.

Keywords:  MS06-19 SendAs Funktionsänderung Exchange 2003 SP1 Hotfix

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Exchange Funktionserweiterung für "Senden im Auftrag von"

Verfasst von Markus Mohmeyer am [09/05/2006]

Am 09. Mai 2006 bringt Microsoft drei weitere Security Bulletins mit der maximalen Gefahrenstufe “kritisch” heraus. Zwei betreffen Microsoft Windows und einer betrifft Microsoft Exchange 2000 und 2003.

 
Achtung aufgepasst

Microsoft ändert das Verhalten und den Umgang mit dem Exchange-Recht “Send As” (Senden als Postfach). Das Vorgehen, wie Personen künftig berechtigt werden um stellvertretend im Namen eines anderen Postfachs Mails zu versenden wird damit grundlegend überarbeitet.

 
Wie es bisher geschah

Wenn der Administrator einem Benutzeraccount auf ein Postfach das Recht “Full Mailbox Control” gegeben hat, wurde dieser Person gleichzeitig auch die Möglichkeit eingeräumt im Namen dieses Postfachs eine E-Mail zu versenden, auch wenn dies gar nicht gewünscht war.

 
Wie es künftig geschieht

Künftig muss das Active Directory Recht “Send As” explizit zusätzlich vergeben werden, wenn eine Person im Namen eines anderen Postfachs eine Mail versenden können soll.

! Hinweis !
Es gibt zwei unterschiedliche Varianten für “Sendeberechtigungen”, die leicht verwechselt werden können. Die Unterschiede werden im folgenden kurz erklärt…

Die “Senden als Postfach” Variante

Dies ist die Variante, um die es hier im Artikel geht! Über die MMC wird das “Send As” Recht in der Registerkarte “Sicherheit” eines Benutzerobjekts vergeben. Der Empfänger der Nachricht sieht im “Von:”-Feld nicht, ob der Absender wirklich der Postfacheigentümer ist, oder eine über “Send As” berechtigte Person. Im folgenden Beispiel wird der Benutzer “Franz” berechtigt im Namen des Postfachs “Fritz” E-Mails zu versenden zu können…

senden-als-postfach 

 
Die “Senden im Auftrag von” Variante

Diese Variante wird in den Exchange Einstellungen definiert. Über die MMC wird die Zustelloption “Im Auftrag senden” in der Registerkarte “Exchange – Allgemein” eines Benutzerobjekts vergeben. Der Empfänger der Nachricht sieht im “Von:”-Feld den Hinweis “Franz im Auftrag von Fritz” und erkennt so, dass der Absender nicht der Postfacheigentümer (Fritz) ist, sondern dass die Nachricht von einem Stellvertreter (Franz) gesendet wurde.

senden-im-auftrag-von 

 
Abhängigkeiten und Probleme

Mit dieser Programmänderung geht Microsoft nun konsequent einer sauberen und eindeutigen Funktion nach (eindeutige Postfacheigentümer) und einem Sicherheitsaspekt (Vermeidung von “E-Mail Spoofing”).

Jeder Exchange Administrator sollte prüfen, ob die Änderung in der eigenen Exchange Umgebung betroffen ist. Ohne eine Prüfung könnte es irgendwann zu einer Störung von Diensten und Programmen kommen.

Auch die Lösungsanbieter der folgenden mobilen Dienste sind von der Änderung in Exchange betroffen:

  • Research In Motion (RIM) Blackberry Enterprise Server (BES)
  • Good Technology GoodLink Wireless Messaging

Aber es gibt auch positive Nachrichten und so sind laut Microsoft folgende Produkte von dem Problem NICHT betroffen:

  • Cisco Unity Unified Messaging
  • Quest Migration Suite for Exchange
  • Das Microsoft ExMerge-Dienstprogramm für Exchange

Generell gilt als Faustregel, dass jedes 3rd-Party-Produkt Probleme haben kann, welches ein Dienstekonto (Service Account) zum Senden von E-Mail-Nachrichten verwendet, da hier in den meisten Fällen nur “Full Mailbox Control” und nicht explizit “Send As” verwendet wird.

 
Woran erkenne ich als Administrator, ob ich betroffen bin?…

Die “Send As” Funktionsänderung könnte in einer Umgebung zutreffen, wenn beim Versand einer Nachricht eine der folgenden Meldungen (Fehler- oder Unzustellbarkeitsmeldung) auftritt:

Fehlermeldung:
Zugriff verweigert

Fehlermeldung:
Sie besitzen nicht die erforderlichen Rechte, um Änderungen an diesem Objekt vornehmen zu können. Wenden Sie sich an die Kontaktperson dieses Ordners oder an Ihren Administrator.

Fehlermeldung:
Fehler aufgrund nicht aufgeführter Nachricht (Unlisted Message Error)

Fehlermeldung:
MAPI_E_NO_ACCESS -2147024891

Fehlermeldung:
Fehler bei Übermittlung der E-Mail-Nachricht für Benutzer BENUTZERNAME (HRESULT:-2147024891). Benutzer BENUTZERNAME wird unterbrochen. (Sicherheitsfehler – Auf das Postfach des Benutzers kann nicht zugegriffen werden.) (Failed to submit mail message for user USERNAME (HRESULT:-2147024891) Pausing user USERNAME. (Security error – Cannot access the users mailbox.))

Unzustellbarkeitsnachricht:
Sie sind nicht berechtigt, Nachrichten an diesen Empfänger zu senden. Wenden Sie sich an den Systemadministrator.

Unzustellbarkeitsnachricht:
Diese Nachricht konnte nicht über Ihr Postfach gesendet werden. Sie besitzen nicht die Berechtigung, die Nachricht im Auftrag des angegebenen Benutzers zu senden.

Die Datei “STORE.EXE” (c:\program files\exchsrvr\bin), die den Exchange Informationsspeicherdienst abbildet, stellt die neue SendAs-Regelung zur Verfügung, wenn folgende Versionen vorliegen:

Exchange Version STORE.EXE Versionsnummer
Exchange 2000 mit SP3 6619.4 oder höher
Exchange 2003 mit SP1 7233.51 oder höher
Exchange 2003 mit SP2 7650.23 oder höher

 

Skript für eine proaktive Überprüfung der Exchange Umgebung

Microsoft stellt zur Analyse und Korrektur das VB-Skript “AddSendAs.vbs” zur Verfügung. Im KB-Artikel Q912918 (Link weiter unten) ist ab dem Absatz “Finding accounts that have the Full Mailbox Access permission without the Send As permission” die Funktionsweise des Skripts ausführlich beschrieben.

 
Links zum Thema

Q912918  Users cannot send e-mail messages from a mobile device or from a shared mailbox in Exchange 2000 Server and in Exchange Server 2003

Q895949  “Send As” permission behavior change in Exchange 2003

Q329622  “Send on behalf” permission is not assigned to a user after you delegate access in Outlook

 
Keywords:  Exchange Funktionserweiterung SendAs Senden im Auftrag von

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